Kindergrab Friedhof St. Michael

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Sede
Waldheimstrasse 20, 6301 Zug , Svizzera
Anno
2011

Friedhof St. Michael Zug - Kindergrab

In Märchen und Mythen erscheint der Apfel mit seinem süssen Fruchtfleisch und dem blausäurehaltigen, bitteren Kern als Symbol von Leben und Tod. Ein Reigen blühender und bunte Früchte tragender Zieräpfel bildet die ovale Grundform des kindlichen Vorstellungswelten entsprechenden Kindergrabmales. Sie wachsen, zum Gedenken an das kurze Leben und zum Trost der Angehörigen, nach der erfolgten Bestattung im Verlaufe der Ruhefrist zu kleinen Bäumen heran. Auf Wunsch der Eltern stehen Sorten in weissen, rosa oder roten Blütenfarben und verschiedenfarbigen Äpfeln zur Auswahl.

Bei ungefähr einer Bestattung pro Jahr entsteht im Verlaufe der Zeit eine in die Höhe strebende, reigenhaft um das Wasserbecken 'tanzende' ovale Baumskulptur, die sich mit jeder Bestattung weiterentwickelt. Leise verstreuen sich die Blütenblätter im Maiwind über den Rasen, bis weit in den Winter hinein haften die Äpfel am Baum, glänzend frisch schwimmen sie im ruhigen Wasser.

Friedhof St. Michael Zug – Sanierungsmassnahmen

Der 1953 hangaufwärts erweiterte Friedhofsbereich verlor im Laufe der Jahre bezüglich der Bepflanzung seine gestalterische Ausdruckskraft. Das ursprüngliche Konzept des Landschaftsarchitekten Ernst Graf basierte auf hangparallelen Wegen mit einer lockeren, stimmungsvollen Pflanzung von Laubgehölzen, Blütensträuchern und Zierstauden.

Stützend auf ein Planpflegewerk wurden Wege, Treppen und Grabfelder saniert, ergänzt und die Bepflanzung mit Schnurbäumen, Gelbholz, Fächerahorn und Blüteneschen, Hortensien, Strauchrosen und zeittypischen Gräsern und Blütenstauden im Stil der fünfziger Jahre wieder hergestellt. Ein neuer Weg aus polygonalen Granitplatten wurde entlang künftiger Urnengrabfelder neu angelegt. Zurückhaltend in Erscheinung tretende Servicestellen für Frischwasser und Abfall wurden für den Ort speziell entwickelt und gelangen nun für den gesamten Friedhof zum Einsatz.

Studienauftrag 2009:

1. Preis in Zusammenarbeit mit Bildhauer Kurt Sigrist, Realisierung 2010

Folgeauftrag für Friedhofsanierung, Realisierung 2010- 2011

Kunst: Kurt Sigrist, Sarnen

Bauherrschaft: Stadt Zug

Bausumme: 800'000.- (Kindergrab und Sanierungsmassnahmen)

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