Photo © Johannes Marburg
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Givaudan Bürogebäude 1246

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Lieu
Kemptthal, Suisse
Année
2019
Client
Givaudan AG
Architekten
Ernst Niklaus Fausch Partner AG
Innenarchitektin
Verena Frey

Auf dem Areal der ehemaligen Maggi-Fabrik in Kemptthal entsteht auf der Basis des Masterplans von Ernst Niklaus Fausch Architekten ein Arbeitscluster mit Schwerpunkt hochwertige Dienstleistungs- und Forschungsnutzungen. Givaudan realisiert in Ergänzung zum neuen Forschungsgebäude ein Bürogebäude mit 200 Arbeitsplätzen in einem bestehenden und denkmalgeschützten Gebäude.

Das bestehende Gebäude 1246 bezieht seine Kraft aus der Klarheit der statischen und räumlichen Struktur im Innern und der markanten Präsenz einer industriellen Backsteinarchitektur aus den 30er-Jahren von aussen. Drei überhohe Geschosse mit teilweise bestehenden Galerien werden zu klar strukturierten Clusterbüros umgenutzt. Eine zweigeschossige Aufstockung beherbergt die Cafeteria und zwei Orangerien als soziale Treffpunkte und als Executive-Floor. Für das Projekt wird ein eigenes Bürokonzept und eine akustisch aktive Beleuchtung unter Berücksichtigung der Aspekte des „human office“ entwickelt. So entsteht ein wohnliches und grosszügiges Arbeitsumfeld mit differenzierten Angeboten. Verbunden werden die Geschosse durch eine skulpturale Treppe als Ort des Austausches und der Kommunikation.

Neben der beratenden Unterstützung für die akustisch wirksame Beleuchtung der Grossraumbüros, wurde lightsphere angefragt, eine Lösung für die Inszenierung der skulpturalen Treppenlandschaft zu entwickeln. Mit der Sanierung des denkmalgeschützten Baus wurde die Treppenskulptur als verbindendes Element in den Bestandsbau integriert. Mit den Auflagen des Denkmalschutzes durfte keine zusätzliche Durchdringung in der Deckenebene für Installationen stattfinden. Aus diesem Grund wurden alle Wände, Verkleidungen und Möblierungselemente, die mit der Sanierung ins Gebäude eingearbeitet wurden, als Lichtträger verwendet. Für die Ausleuchtung der Treppenskulptur sind Wandleuchten zur direkten und indirekten Aufhellung der Erschliessungszone im Einsatz. Diese integrieren sich perfekt in das Plattenraster der Wandverkleidung und unterstützen die Rhythmisierung des Fugenbildes. Da die bestehende Raumhöhe der Zwischengeschossfläche sehr gedrungen ist, wurde mit der indirekten Wandleuchtenposition der Raumeindruck verbessert. Vertikale Lichtbänder, die in die Stirnseiten der Trennwände integriert sind, dienen der Grundausleuchtung der Durchgänge im Zwischengeschoss. Die Treppenskulptur kulminiert in der zweigeschossigen Aufstockung. Dort verbinden die Erschliessungsflächen die Cafeteria sowie die Sitzungszimmer mit den angrenzenden Orangerien. Durch die innenwandig verspiegelten Oberlichter und die zweigeschossigen Fensterflächen werden die Orangerien ideal mit Tageslicht bedient. In den Abendstunden versorgen hochentblendete, tiefstrahlende Einbaudownlights die Orangierien mit Kunstlicht. Die Einbaudownlights sind in der Fassung der Oberlichter integriert. So entsteht eine klare architektonische Formensprache ohne Ablenkung. Als dekoratives Element kommen Wandleuchten zum Tragen, die auf den menschlichen Massstab platziert und materialästhetisch auf die Wandscheiben abgestimmt sind. Dadurch entstehen zwischen den Pflanzen Sitzbereiche, die zum Verweilen einladen.

Die Nutzung des Gebäudes und die Materialästhetik werden durch die Auswahl der Lichtfarben gezielt unterstützt. Während in den unteren Ebenen die Grossraumbüros mit den historisch angelehnten Kugelleuchten mit veränderbarem Weisslicht beleuchtet werden, strahlen die aufgestockten Excecutive-Floors in warmweissem Licht. Dies unterstreicht nicht nur die Hochwertigkeit der Holzoberflächen, es verleiht auch ein wohnlicheres Ambiente. Die alles verbindende Treppenskulptur erstrahlt in kühlerem 4000K LED Licht. Mit der Materialisierung von aluminiumbeschichteten Wandvertäfelungen setzt sich dieser Raumbereich klar vom Rest des Gebäudes ab. Dies war eine bewusste Entscheidung, um die unterschiedlichen Gebäudeteile klar zu strukturieren. Besonders schön kommt die Abstufung der Lichtfarben am Abend zur Geltung. Dann können Passanten die Gebäudestruktur nicht nur architektonisch, sondern auch lichttechnisch begreifen.

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