Photo © Iwan Baan
Visualisation © Barkow Leibinger
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Photo © Iwan Baan
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Serpentine Summer House

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Lieu
London, Grande-Bretagne
Année
2016
Client
Serpentine Galleries London
Équipe
Jan Blifernez, Jane Wong, Linda Zhang, Vincenzo Salierno (Projektleitung / Project Architect), Blake Villwock (Projektleitung / Project Architect)
Technischer Berater
David Glover Intelligent Engineering, Gerrards Cross, Großbritannien
Technische Dienstleistungen
AECOM, AKT11, London, Großbritannien
Ausführung
StageOne Tockwith, York, Großbritannien

Die Serpentine Gallery in den Kensington Gardens im Zentrum von London ist international als Ort des architektonischen Experiments bekannt: Jeden Sommer errichtet hier ein führendes Architekturbüro auf Einladung des Ausstellungshauses einen temporären Pavillon. 2016 wird das Architekturprogramm um vier ‚Summer Houses’ erweitert.

Queen Caroline’s Temple, ein William Kent zugeschriebenes “Sommerhaus” aus dem 18. Jahrhundert, steht ganz in der Nähe der Serpentine Gallery verlassen auf einer Wiese. Einst thronte unmittelbar daneben auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel ein zweiter, ebenfalls von William Kent entworfener Pavillon. Dieser kleine Pavillon drehte sich auf der Spitze des Hügels um 360 Grad und bot fortwährend unterschiedliche Ausblicke in den Park, so wie er sich auch umgekehrt zum Park mit ständig neuen Ansichten präsentierte. Heute zeugen nur noch historische Ansichten von der Existenz dieses Hügels mit Kents rotierendem Pavillon.

Vor diesem Hintergrund, mit dem Wissen um Vergänglichkeit und die Abwesenheit des Gebäudes, entwarfen Barkow Leibinger ein frei stehendes Sommerhaus, das sich nach allen Seiten zur Parklandschaft öffnet. In seiner Struktur hat es den Charakter einer Konturzeichnung – einer Freihandzeichnung, die man anfertigt, indem man den Blick ausschließlich auf das Objekt richtet und die Linien über das Blatt fließen lässt, ohne den Stift dabei abzusetzen. Die so entwickelte Abfolge geschwungener Linien fügt sich zu Bändern und Schlaufen zusammen, die zur Grundlage der leichten Konstruktion werden. Durch das Biegen, Wickeln und Übereinanderlegen der Bänder ergibt sich die innere Logik der Struktur quasi von selbst.

Das Sommerhaus gliedert sich in vier Bändergruppen, beginnend mit einer ersten Ebene aus Bänken, die auf dem Boden stehen und an einer zweiten Ebene aus drei C-förmigen Wandscheiben befestigt sind. Die dritte und vierte Ebene von Schlaufen überspannen die kleine Aufenthaltsfläche als Dach und schwingen über diese hinaus. Mit seinen horizontalen Bändern greift der Pavillon ein Motiv der Mauerwerksfassaden des Sommerhauses von Kent auf und entwickelt daraus einen eigenständigen Charakter. Um die geschwungene Geometrie materialgerecht umzusetzen, wurden vorgeformte Sperrholzelemente auf einen Stahlrohrrahmen montiert.

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