Sport- und Freizeitanlage Stattegg

Graz, Österreich
Foto © Walter Luttenberger
Architekten
hohensinn architektur
Jahr
2003

Das Sportstadion von Stattegg ist ein Musterbau, der im Rahmen einer Studie über flexible Freizeit- und Sportstättenanlagen mit integriertem Energiekonzept errichtet wurde. Ergebnis der Entwicklungsarbeit ist die Kombination einer Holzmodulbauweise mit einem optimierten, effizienten, multifunktional nutzbaren Raumprogramm, das auch das vertikale Stapeln von Funktionen beinhaltet. Am konkreten Standort musste aufgrund einer schwierigen topografischen Situation, schlechter Erschließung und Ausrichtung des bestehenden Sportplatzes sowie falscher Positionierung des Clubhauses eine grundlegende Umstrukturierung vorgenommen werden. Das neue, zweigeschossige Stadion mit Solaranlage am Dach befindet sich nun an der südwestlichen Längsseite des Spielfelds. Dem sich keilförmig verjüngenden Bauplatz wurde insofern Rechnung getragen, als die Tribüne dreieckig angelegt ist: Breit im Eingangsbereich, den alle Besucher passieren müssen, nach hinten schmäler werdend. Die dem Spielfeld abgewandte Fassade passt sich durch ihren Wohnhauscharakter der umgebenden Bebauungsstruktur an.

Während im Untergeschoss die Umkleide- und Sanitärräume für die Spieler untergebracht sind, ist das Obergeschoss so angelegt, dass fast alle funktionalen Einheiten mindestens doppelt nutzbar sind. Zentrum ist der Gastronomiebereich, der als freistehender, roter Würfel unter das große Stadiondach geschoben wurde. Küche, Ausschank und Sanitärblock können auch den Spielbetrieb mitversorgen, der Clubraum des Fußballvereins steht überdies dem Restaurant als Erweiterungsmöglichkeit zur Verfügung. Den daran anschließenden Bereich und die dazu gehörende Infrastruktur teilen sich mehrere verschiedene Vereine.

Einfache, beiläufig eingesetzte, zum Teil bunte Materialien machen das Gebäude zu einem einladenden, neuen Ortszentrum, das von den Bewohnern Statteggs gut angenommen wird und nicht nur formal, sondern auch wirtschaftlich überzeugend ist.

Preisträger: IPC/IAKS Award 2005 in Silber, IPC/IAKS Sonderpreis für behindertengerechte Sportanlagen 2005 (Einziger internationaler Architekturpreis für bereits in Betrieb bewährte Sport- und Freizeitbauten.)

Preisträger: Geramb Dankzeichen für gutes Bauen 2006

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