Feuerstein Arena

Wernigerode, Deutschland
Foto © Michael Moser
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Architekten
GRAFT
Standort
Am Winterbergtor 2, 38879 Wernigerode, Deutschland
Jahr
2017
Team
Lars Krückeberg, Wolfram Putz, Thomas Willemeit, Stefanie Götz, René Lotz, Aleksandra Zajko, Alexandra Tobescu, Anna Wittwer, Annette Finke, Aurelius Weber, Daniel Finck, Djordje Zdravkovic, Dorothea von Rotberg, Evgenia Dimopoulou, Georg Schmidthals, Inga Anger, Jorge Luis Arias, Marta Piaseczynska, Marvin Bratke, Oliver O. Rednitz, Philip Weibhauser, Primosz Strazar, Sara Gomez, Sven Bauer
TWL
sbp - schlaich bergermann partner
Landschafsarchitekten
WES International GmbH
Ingenieur
IMF Ingenieurgesellschaft Meinhardt Fulst

Das denkmalgeschützte Natureisstadion in Schierke, ein Ortsteil der Stadt Wernigerode am Fuße des Brockens im Harz, erfuhr einen Umbau. 2013 konnte GRAFT die europaweite Ausschreibung für die Reaktivierung des ehemaligen Eisstadions für sich entscheiden und die Jury mit einer unverwechselbaren Dachkonstruktion überzeugen. Aufgabenstellung des Wettbewerbs war die Stadionanlage in eine multifunktional nutzbare Arena zu verwandeln. Diese soll für sportliche als auch kulturelle Veranstaltungen das ganze Jahr über witterungsunabhängig nutzbar sein. Die bestehenden Natursteinterrassen und ein unter Denkmalschutz stehender Schiedsrichterturm aus Holz sollten dabei erhalten und in das neue Bild eingefügt werden. Zwei Funktionsgebäude für die benötigten Sanitär-, Umkleide-, Technik- und Verwaltungsräume sowie für ein angemessenes Gastronomieangebot vervollständigen die Arena.

Der Entwurf von GRAFT zeichnet sich durch eine Dachkonstruktion aus, die sich mit selbstverständlicher Leichtigkeit und Eleganz an nur zwei Punkten niederlässt und das trotz des gewünschten Schutzes vor Regen, Schnee und Sonne den Blick auf die Hänge des Oberharzes und den Harzer Himmel freigibt. Die Dachkonstruktion wurde in Kooperation mit Schlaich Bergermann Partner entwickelt. Sie besteht aus einem Druckring in Stahlbaukonstruktion, einem dazwischen gespannten Stahlseilnetz sowie einer Bespannung mit PTFE-beschichteten Glasfaser-Membran. Die Überdachung nimmt eine Fläche von 2.700 Quadratmeter ein.

Die historische Stadionanlage verwandelt sich in eine multifunktional nutzbare Arena mit hoher touristischer Attraktivität. Die Anlage wurde baulich so verändert, dass sie in den Wintermonaten als überdachte Kunsteisbahn und im Sommer als Fläche für kulturelle Zwecke wie Konzerte und Aufführungen sowie für Sportveranstaltungen und Gesundheitsangebote genutzt werden kann. An der Ost- und Westseite des Stadions entstanden zwei Neubauten für das gastronomische Angebot und weitere funktionale Flächen. Die Gebäude umgreifen in ihrer Kubatur jeweils einen Fundamentblock der Stadionüberdachung und integrieren diesen optisch in das Bauteil. Sie werden stark in die vorhandene Topographie eingefügt und können so als Teil der Landschaft gelesen werden.

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