Foto © Ken Schluchtmann
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Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021

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Standort
Andreasstift, Worms, Deutschland
Jahr
2021
Innenarchitekt
neo.studio neumann schneider architekten PartG mbB
Größe
850 qm
Leistungen
Architektenleistungen LPH 1–9 Exponatpräsentation Grafische Gestaltung Mediengestaltung
Planungszeit
Oktober 2019 – Juli 2021
Eröffnung
Juli 2021

Die kulturhistorische Ausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ beleuchtet anlässlich des 500-jährigen Jubiläums in der zweiteiligen Landesausstellung den Widerruf Martin Luthers auf dem Wormser Reichstag. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Auftritt Martin Luthers in Worms 1521 sowie dessen Bedeutung und Mythos. Der Mythos entstand zeitnah mit dem historischen Ereignis und entwickelte bis heute eine ungeheure Dynamik. Im zweiten Teil fokussiert die Ausstellung das Thema „Gewissensfreiheit“ selbst, deren Entwicklungsgeschichte anhand zahlreicher Beispiele bis in unsere Gegenwart aufgezeigt und kritisch hinterfragt wird.

Eine große auf den historischen Ausstellungsraum abgestimmte Medieninszenierung führt gleich zu Beginn in das Weltereignis Wormser Reichstag ein. Dieses wird in vertiefenden Medienstationen genauer beleuchtet. Sowohl anhand einer Einbettung der Exponate in interaktive, thematische Karten, beleuchtete Modelle, als auch anhand von Hands-Ons den persönlichen und politischen Kontext Luthers und seiner Gegenspieler. Ein besonderer Fokus wird über anschauliche Statistikmodelle auf den mittelalterlichen Ort Worms gelegt. Der zweite Teil der Ausstellung bietet neben den Exponaten ebenfalls vertiefende Informationen über Medienstationen sowie veranschaulichenden, assoziativen Modellbau. Eine interaktive „Gewissenswand“ erlaubt es Besucher*innen ihre persönlichen Ansichten und Gewissensentscheidungen geheim unter UV-Licht angefertigter Niederschrift symbolisch zu teilen. Großformatige Wand- und Bodengrafiken mit geografischem Hintergrund und zeitgenössische Portraits bieten vertiefende und ansprechende Hintergrundinformation und beleuchten so die herausragenden Protagonist*innen der Entwicklung des Gewissensbegriffs.

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