Strassenansicht / Eingangsbereich
Foto © Tom Bisig
Strassenansicht
Foto © Tom Bisig
Hofansicht mit Gartengestaltung
Foto © Tom Bisig
Hofansicht
Foto © Tom Bisig
Hofseitige Balkone
Foto © Tom Bisig
3.Obergeschoss - Büros
Foto © Tom Bisig
4.Obergeschoss - Wohnungen
Foto © Tom Bisig
Strassenansicht / Eingangsbereich
Foto © Tom Bisig
Hofseitige Balkone
Foto © Tom Bisig
Hofsetige Balkone
Foto © Tom Bisig
Untergeschoss (Einstellhalle)
© Forsberg Architekten AG
Erdgeschoss (Eingang, Laden)
Zeichnung © Forsberg Architekten AG
1.Obergeschoss (Schulung)
Zeichnung © Forsberg Architekten AG
2.Obergeschoss (Schulung)
Visualisierung © Forsberg Architekten AG
3.Obergeschoss (Büros)
Zeichnung © Forsberg Architekten AG
4.Obergeschoss (Wohnungen)
Zeichnung © Forsberg Architekten AG
5.Obergeschoss (Wohnungen)
Zeichnung © Forsberg Architekten AG
Schnitt
Zeichnung © Forsberg Architekten AG
Strassenansicht
Zeichnung © Forsberg Architekten AG
Hofansicht
Zeichnung © Forsberg Architekten AG

Neubau Geschäftsstelle Schweizerisches Rotes Kreuz

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Jahr
2011

Der Blick in die benachbarte Tellstrasse illustriert die baulicheTendenz im Gundeldingerquartier exemplarisch. Während die Reihenhäuser der Gründerzeit fein gegliedert und kleinmassstäblich wirken, tragen die Bauten seit den fünfziger
Jahren den neuen Bedürfnissen nach hoher Ausnützung und moderner Wohnungsform plastisch Rechnung. Das Quartier entwickelt sich vom romantischen Wohnquartier,
wie es noch in vielen Teilen des Gundelis zu finden ist, zu einem urbanen Gefüge aus vielgeschossigen, geschlossenen Randbebauungen mit dem typischen Nutzungsmix. Der neugestaltete Tellplatz strahlt als Ort der Kommunikation zusätzliche städtische Qualitäten in das ganze Quartier.

Mit dem Ersatz des alten Wohngebäudes an der Bruderholzstrasse 20 zeichnet auch der Neubau für das SRK diesen Wandel nach.

Das grosszügig gegliederte Erdgeschoss und die fein profilierten und grossen Fenster der strassenseitigen Fassade verleihen dem Haus einen städtischen Ausdruck. Die Fassade ähnelt in ihrem Aufbau den frühen Häusern des Quartiers, indem Sockel-, Geschossgliederung, Simse und klare Fensterbetonungen zeitgemäss interpretiert und private, plastische Ausstülpungen in der Strassenflucht vermieden werden.
Diese Strategie der Reduktion äussert sich auch in der Auswahl weniger Baustoffe, welche eine zeitlose, durch den Gebrauch gut alternde Architektur verspricht.

Tradition der zwei Seiten
Die Stadt Basel verfügt mit den zwischen 1926 und 1938 erbauten Baumgartnerhäusern schöne und sehr beliebte Beispiele für eine städtische Gebäudetypologie von Blockrandbebauungen: Die Unterschiedlichkeit der Strassenund Hofseite ist das Abbild von Öffentlich und Privat.

Das SRK-Haus wird ebenso rational und einfach organisiert.Struktur, Erschliessung und Fassaden des Neubaus werden elementar gelöst: Die Strassenseite hat einen städtischen Ausdruck, während auf der Hofseite dem Gebäude eine Schicht von auskragenden Balkonplatten vorgelagert wird. Diese Balkons erzeugen zusammen mit der plastischen Gestaltung des grünen Innenhofs eine warme, privatere Atmosphäre.

Es galt, der bekannten, jedoch an verschiedenen Orten in der Stadt verstreuten Institution SRK eine im Ausdruck angemessene Identität in Basels Stadtbild zu schaffen. Die vielseitigen Dienstleistungen des Vereins werden nun in einem neuen Zentrum humanitären Wirkens konzentriert.

Mit einfachen Mitteln werden der Nutzungsmix und die unterschiedlichen Bewegungsströme von Laden, Büros, Schulungsräumen für externe Besucher und Wohnungen auf engstem Raum kompakt organisiert. Der zurückgesetzte Teil der Strassenfassade schafft einen witterungsgeschützten Eingangsbereich als Vorzone zu zwei separaten Eingangshallen und betont somit auch die Adresse des
Schweizerischen Roten Kreuzes. Mit dem Erschliessungskern, als dem einzig tragenden Element im Inneren und den tragenden Aussenwänden entsteht eine sehr offene und flexible Struktur, die den unterschiedlichen Grundrisseinteilungen gerecht wird.

Das Haus erhält das Minergiezertifikat. Es verfügt über ein optimal kompaktes Volumen, eine dichte und sehr gut gedämmte Aussenhülle und eine kontrollierte Lüftung mit Wärmetauschern. Ferner wurde der Stromverbrauch der Beleuchtung und aller installierten Haushaltsgeräte minimiert.

Die immer höheren energetischen und technischen Anforderungen an das Gebäude mussten mit hoher architektonischer Qualität und gutem Komfort für den Nutzer
in Einklang gebracht werden. Darunter verstehen wir z.B.
- eine dem Haus angemessene Material- und Konstruktionswahl, langlebig und für den Nutzer behaglich,
- qualitativ hochwertige Baustoffe, zeitlos und gut alternd,
- die Wahl einer möglichst einfachen statischen Struktur, die eine flexible Grundrissgestaltung ermöglicht,
- einen einfachen, aber grosszügigen Ausdruck der Fassaden
- eine diskrete und gut zugängliche Haustechnik, die nicht in den Vordergrund tritt.

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