照片 © Studio Gataric
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Casa Malussi in Bondo

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年份
2021

Am Dorfrand von Bondo, wo früher der unterirdische Mühlebach vorbeizog, steht die Casa Malussi. Der Name Malussi steht für einen Stamm der Picenoni. Eine Familie, deren Ortsansässigkeit seit dem Mittelalter belegt ist.
Über die ortstypisch mit Kopfsteinpflaster besetzten und schmalen Gassen erreicht man von der Dorfstrasse her die Casa Malussi. Durch eine zweiläufige Treppe mit gemauerten Brüstungen erreicht man den Eingang, dieser weist auf dem Türbogen die Datierung 1522 auf. Abgesehen von der Kirche handelt es sich hier um das älteste datierte Gebäude im Dorf, die restlichen Wohnhäuser im Dorf wurden allesamt von der spanischen Besetzung verbrannt.

Die Kämpfer und der Bogenstein der Türeinfassung, sowie gewisse Bereiche an der Ostfassade sind mit primitiven Fratzen verziert. Es handelt sich hier um archaische menschliche Larven aus Stein in Hochrelief. Die viergeschossige Südfassade ist bis zur Trauflinie gemauert und darüber ist das Giebelwerk aus Rundholz ersichtlich. Diese Konstruktionsart der Giebelfassade, sowie die giebelseitigen dreieckigen Flugfenster der Tauben und die Trichterfenster weisen auf das 16. Jahrhundert hin.

Im Inneren weist das Gebäude die typische Teilung des Cinquecento mit zwei übereinanderliegenden zweiraumtiefen Wohngeschossen auf. Der überwölbte Eingangsbereich weist am Boden noch die ursprüngliche Kopfsteinpflästerung auf. Links vom Eingangsbereich befindet sich eine ebenfalls überwölbte Küche mit offener Feuerstelle. An der Nord-West-Fassade befindet sich im Erdgeschoss die Stube und daneben befindet sich statt der sonst üblichen Nebenstube ein gemauerter und überwölbter Raum. Dieser wurde wahrscheinlich als Vorratskammer genutzt. Die Stube ist komplett aus Holz gebaut, die Balkendecke in der Stube und die Täfelung könnten aus dem 17. Jh. stammen, der Specksteinofen ist 1897 datiert.

In der Küche im Erdgeschoss wurde die offene Feuerstelle saniert und kann wieder genutzt werden, ebenfalls das Spülbecken aus Naturstein. Das neue Küchenmöbel aus Schwarzstahl und Kastanienholz ist bewusst als neuer Einbau konzipiert. Die Stüva (Stube) ist gereinigt, der Ofen überholt und der bestehende Holzriemenboden aus den 1980er Jahren überarbeitet. In der Säla wurde der Kalkputz ausgebessert und der Holzboden aus dem Bestand mit Hitze gegen Schädlinge behandelt. Der Eingangsbereich ist neu gekalkt.
Im 1. Obergeschoss wurde in der bestehenden Kammer beim Treppenvorsatz eine neue Nasszelle eingebaut. Die Materialisierung der neuen Einbauten ist bewusst zeitgemäss gewählt. Die beiden Schlafzimmer und die Bibliothek (ehemals Küche) sind sanft restauriert. Ein älterer historischer Holzboden wurde unter einem ca. 30 jährigen Holzriemenboden im Schlafzimmer über der Stüva entdeckt und freigelegt.
Im Treppenbereich wurden Installationen aus der jüngeren Vergangenheit entfernt. Das Abschlusspodest im 2. Obergeschoss ist rückgebaut und mit einer Absturzsicherung versehen. Der vormals als Küche genutzte Raum an der Westfassade wird neu zum Lagerraum mit Holzvorrat und Ofenbedienung. Im Zimmer an der Nord-West Ecke wurde ebenfalls ein historischer Bodenbelag entdeckt und freigelegt.
Im benachbarten Schlafzimmer und in der Nasszelle im 2. Obergeschoss erfolgten keine bauliche Interventionen.
Die neuen Einbauten bestehen bewusst aus schlichten Materialien. Neue Wand und Bodenschichten sind in Fichte Natur belassen, Möbel und Einbauten sind in Kastanienholz und teilweise Schwarzstahl. Sämtliche Holzarbeiten und -möbel wurden vom Schreinereibetrieb der Hauseigentümer ausgeführt, die restlichen Arbeiten von einheimischen Unternehmern aus dem Bergell.

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