Franklin Steg Mannheim 1. Preis

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Localização
Mannheim
Ano
2020
Tragwerksplanung
Leonhardt, Andrä und Partner
Landschaftsarchitekt
BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten

ENTWURFSIDEE
In der Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung ist dem Verfasser schnell klargeworden, dass die Kernaufgabe bei diesem Wettbewerb nicht in der Entwicklung eines Bauwerks, sondern einer ganzheitlichen Verbindung zweier Stadtteile - Vogelstang im Süden, Franklin im Norden – liegt. Dies führte zunächst zu einer Verkehrsstromanalyse mit dem Ziel die – sowohl unter aktuellen als auch zukünftigen Randbedingungen – für alle Nutzer sinnvollste und sicherste Wegführung zu bestimmen, die gleichermaßen barrierefrei als auch effektiv sein sollte.

Unter diesen Gesichtspunkten ergab sich auf natürliche Weise das hier vorgeschlagene, nahezu minimalistisch anmutende Brückentragwerk, welches sich optimal in das Landschaftsbild einfügt.

INTEGRATION IN DIE UMGEBUNG

Im Norden beginnt der Wegeverlauf des Franklin-Stegs am Columbus Pfad, der Ost-West- Verbindung durch das gesamte Columbus Quartier. Für den südlichen Anschluss des Franklin- Stegs wählen die Verfasser den aktuell noch als Kreisverkehr ausgebildeten Kreuzungsbereich zwischen Brandenburger- und Thüringer Straße. Somit wird die bestmögliche - weil unmittelbare - Steg-Anbindung an alle aktuellen und an alle künftigen Verkehrsrichtungen für Geh- und Radwegverbindungen sichergestellt. Aktuell werden die Verbindungen über die Thüringer Straße und die Brandenburger Straße angeschlossen und der Anschluss der Rad- und Fußwegeverbindung südlich der B38 ist bereits vorbereitet, wenn diese zum Stadtboulevard ausgebaut wird. Die Fläche des aktuell als Kreisverkehr genutzten Bereichs ist ausreichend bemessen für eine spindelartige Rampe und die Verfasser empfehlen den Übergang von Thüringer Straße zu Brandenburger Straße als Shared Space auszubilden, auf welchem sich die unterschiedlichen Verkehrsgeschwindigkeiten an das Radfahrer- und Fußgängertempo angleichen.

ARCHITEKTUR UND GESTALT
Die Verfasser schlagen an dieser Stelle eine Figur vor, welche durch eine starke Drehbewegung an Höhe gewinnt und in einem weiten Bogenverlauf geradezu bildhaft die quartiersübergreifende Verbindung darstellt. Eine spindelförmige Konstruktion an dieser Stelle wird aus verschiedenen Sichtachsen als Landmark und/ oder als Stadtportal wahrgenommen, denn nicht nur im Kreuzungspunkt von Thüringer Straße und Branderburgerstraße ist diese Figur gut sichtbar, sondern auch vom Columbuspark und von der B38, bzw. dem künftigen Stadtboulevard. Nicht nur die Drehbewegung und der Brückenverlauf zeigen eine dynamische Bewegung, auch der Brückenkörper selbst verändert sich von massivem Widerlager zu filigranem Steg und umgekehrt. Je nach Geschwindigkeit und Blickwinkel erscheint die Brückenfigur für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer nicht als statisches Bauwerk, sondern selbst als dynamische Figur. Das Geländer mit seinen schräg gestellten Stäben verstärkt diesen Eindruck, denn je nach Blickwinkel erwecken die Brückenbrüstungen Eindrücke von transparenten oder geschlossenen Texturen.

PROJEKTBETEILIGTE:
Tragwerksplanung: Leonhardt, Andrä und Partner www.lap-consult.com

Landschaftsarchitekten: BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten www.bierbaumaichele.de

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