Alters- und Pflegeheim

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Der Neubau des Alters- und Pflegeheims Birsfelden nutzt den knappen Baugrund intensiv. Entsprechend wenig Raum bleibt rund um das Haus für blühende Gärten und Freiräume. Der sinkenden Mobilität und den spezifischen Bedürfnissen betagter Menschen setzt die Aussenraumgestaltung eine vielfältige Gartenwelt im Taschenformat entgegen. Den knappen Raum, der an volllkommen unterschiedliche Umgebungsstrukturen anschliesst, wandelt der Entwurf zum konzeptionellen Thema und zur Stärke der Anlage.

 

Der Eingangsbereich schliesst direkt an einen bewaldeten Hang an. Die Gestaltung nimmt hier die Themen und Pflanzen des Waldsaumes auf. Ein lockeres Baumdach aus Buche, Hainbuche und Ahorn spendet am Eingang und in der Aussen-Cafeteria lichten Schatten. Waldsträucher wie Hartriegel oder Geissblatt und Waldbodenarten wie Lärchensporn, Efeu oder Bärlauch säumen den die offenen Flächen vor dem Gebäude mit saftigem Grün. Als verbindendes Element begleiten Aufenthaltsflächen und Wege aus hellem Saibro-Belag den Besucher durch alle Gartenteile rund um das Haus. Der wasserdurchlässige Belag verbindet gute Begehbarkeit mit der Anmutung einfacher, unbefestigter Spazierwege. Im Osten des Gebäudes führt der Weg von der Waldlandschaft in die Nutz- und Ziergärten, die sich in die Welt der benachbarten Kleingärten einfügen, was die schmale Restfläche optisch vergrössert. Orthogonal angelegte Beete bieten nicht nur eine Quelle für Schnittblumen und Kräuter für den Heimbetrieb, sondern auch Beschäftigung für die Bewohner. Während ein Teil der Gärten nach dem Muster barocker Schmuck-Nutzgärten bepflanzt ist, sind andere Teile für die freie Nutzung durch die Bewohner vorgesehen. Obstbäume beschatten und gliedern die Gärten, eine Laube und ein Brunnen vervollständigen das klassische Motiv des Nutzgartens. Hinter dem Haus grenzen die ab Mittag durch Schulen und Vereine belebten Sportplätze an. Eine abgeknickte Stehbande und Bänke machen den Aussenraum hier zur Zuschauertribüne und lassen die Heimbewohner am Leben des Dorfes teilhaben. Wo das Heimgrundstück auf die bebachbarte Siedlung aus den 1960er Jahren trifft, nimmt der Aussenraum die Geometrie und Offenheit dieser Anlage auf. Wirkungsvolle Parkbäume mit markanten Blüten und kräftiger Herbstfärbung wie der Tulpenbaum oder der Judasbaum sind hier zu einem ästhetischen Park-Bild kombiniert.

 

Besondere Anforderungen erfüllen die Dementengärten, die geschützt als Innenhöfe im ersten Stock liegen. Über ein breites Spektrum an Farben, Formen, Gerüchen und Geschmackserlebnissen aktivieren sie Sinne und Erinnerungen der Bewohner. Beide Höfe sind so angelegt, dass die Bewohner sie auch ohne Betreuung besuchen können. Die Wege führen als Rundwege  ohne Sackgassen um die Pflanztröge, alle Pflanzen sind gefahrlos essbar, rote Bänke und andere Hilfsmittel erleichtern die Orientierung. Während der Südhof mit Rottönen, Gewürzpflanzen und Obst wie Aprikose oder Feige südliches Ambiente ausstrahlt, ist der Nordhof mit Beeren, Apfel, Kirsche und heimischen Kräutern am Schweizer Bauerngarten orientiert.

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