Wohnhaus E1

Bad Boll, Duitsland
Photo © Friedemann Rieker, Göppingen
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Photo © Friedemann Rieker, Göppingen
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Architecten
Gaus Architekten
Jaar
2011

Spatenstich Anfang April, Richtfest Mitte Juli und Einzug Ende November: Vom Baustart bis zur Bezugsfertigkeit vergingen 149 Arbeitstage, davon waren 49 Tage Schulferien.

Letztlich war es sowohl für die Bauherren als auch für die Architekten ein Glücksfall, dass das Grundstück gemeinsam ausgewählt wurde: Die Auftraggeber hatten Sicherheit, ihre Wohnideen auf dem Grundstück verwirklichen zu können, die Architekten wiederum Gewissheit, diese Träume dort auch umsetzen zu können.

In einer intensiven Planungsphase entstand ein exklusives (nicht extravagantes) Wohnhaus auf einer einzigen Ebene – eine Villa im klassischen Sinne, als freistehendes, repräsentatives Einfamilienhaus auf dem Land, ergänzt um eine Gartenfläche. Gebäude und Grundriss reagieren kontextbezogen auf die örtlichen Gegebenheiten. Zur Straße hin geschlossen und reduziert, öffnet sich das Haus zum Garten und zu den angrenzenden Streuobstwiesen.

Betritt man das Haus durch die geschlossen wirkende Fassadenfront, öffnet sich dahinter schon der Blick auf Terrasse, Garten und Natur. Von hier aus erschließt sich dem Besucher der Grundriss. Zwischen zwei Flügeln liegt der Patio, verbindendes Element der beiden Flügel und introvertierter Terrassenbereich.

Im Hauptflügel befinden sich alle wesentlichen Räume. Zu Beginn noch sehr offen und fließend, sind die weiter hinten liegenden Räume abgegrenzt und von Privatsphäre geprägt. Auffallend sind die großflächigen Glasschiebeelemente auf der Südseite, während die Nordfassade sehr reduziert über kleine Fensteröffnungen verfügt. Im anderen Flügel sind der Kinderbereich und die Nebenräume untergebracht. Alle Räume sind barrierefrei.

Das Wohnhaus ist konsequent ökologisch umgesetzt. Holzrahmenbauweise mit Zellulosedämmung, begrüntes Flachdach mit Regenwasserzisterne, Holzfenster und eine Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung sind die markanten Parameter in der Umsetzung. In der architektonischen Gestaltung war das Bestreben, Überflüssiges zu eliminieren, Materialien sorgfältig auszuwählen und rein funktional einzusetzen. Die Reduktion auf wenige Materialien verleiht dem Baukörper eine angenehme Ruhe und Leichtigkeit.

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