Raiffeisenbank

Herzogenaurach, Germania
Foto © Jan Kraege
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Architetti
Babler + Lodde Architekten
Sede
Herzogenaurach, Germania
Anno
2003

Die Volumenerhöhung der vormals eingeschossigen alten Geschäftsstelle aus den 60er Jahren in der „2.Reihe“ der Innenstadt von Herzogenaurach, behebt gravierende Schwachpunkte des Bankhauses. Städtebaulich verhilft der Anbau mit Aufstockung zu mehr Dominanz im kleinstädtischen Raum. Architektonisch „streckt“ der Neubau den ebenfalls zum Bankhaus gehörenden problematischen Sandsteinbau aus den 80er Jahren als Vertreter heimattümelnder Möchtegern-Sandstein-Architektur. Funktional erhält das Bankhaus einen neuen, attraktiven und höchst einladenden (auch barrierefreien) Eingang. Der alte Kundenbereich im Erdgeschoss wird entkernt und um ein transparentes Geschoss aus Stahl und Glas mit gliederndem Satteldach aufgestockt. Im neuen Innenraum werden Erd- und Obergeschoss durch eine große Öffnung zum Atrium verbunden und mit Tageslicht versorgt. Die vertikale Erschließung erfolgt über bestehende Treppenhäuser.

Die Halle im Erdgeschoss dient hauptsächlich dem kurzweiligen 1.Kontakt mit Schaltern Kasse und 2 temporär nutzbaren Beratungsbüros bleibt ansonsten als neutraler Verweilraum von Nutzungen freigestellt. Beratungsintensive Funktionen werden in das neue Obergeschoss verlagert. Alle neuen Büros umrahmen das Atrium als transparente Membrane: gläserne Bürotrennwände garantieren ein Maximum an Transparenz zwischen Halle und Arbeitsbereichen. Die scheinbar über dem massigen Erdgeschoss schwebende gläserne Außenfassade führt den Gedanken der Transparenz in den Straßenraum fort. Eine auskragende Stahl-Gitterrostkonstruktion schützt alle verglasten Seiten wirkungsvoll gegen die Sonne. Massiges Sockelgeschoss und transparentes Obergeschoss reflektieren das klassische fränkische Haus mit Sandstein im Erdgeschoss und Fachwerk im Obergeschoss. In Summe bietet die Raiffeisenbank nun ihren Kunden ein neues Ambiente für erstklassige Beratung in abgerückter Lage.

Bauherr
VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach eG

Planung
2002

Realisierung
2003-2004

Größe
682 m2

Projektleitung
Martin Lodde, Lothar Babler

Projektteam
Andreas Baron, Volker Rupprecht

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