Museumsdepot Boijmans van Beuningen

Rotterdam, Paesi Bassi
Museumsdepot Boijmans van Beuningen, Rotterdam | Niederlande
Foto © Ossip van Duivenbode
Museumsdepot Boijmans van Beuningen, Rotterdam | NiederlandeMuseumsdepot Boijmans van Beuningen, Rotterdam | Niederlande
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Museumsdepot Boijmans van Beuningen, Rotterdam | Niederlande
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Museumsdepot Boijmans van Beuningen, Rotterdam | Niederlande
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Museumsdepot Boijmans van Beuningen, Rotterdam | Niederlande
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LS 990 Edelstahl
Immagine © JUNG
Manufacturers
JUNG
Sede
Rotterdam, Paesi Bassi
Anno
2021
Team
MVRDV Rotterdam

Das 1849 gegründete „Museum Boijmans van Beuningen“ in Rotterdam ist benannt nach Frans Jacob Otto Boijmans und Daniel George van Beuningen, deren private Kunstsammlungen bis heute den Grundstock der Museumskollektion bilden. Über die Spender kamen vor allem Werke Alter Meister ins Haus, etwa von Van Eyck, Bruegel, Rubens, Hieronymus Bosch und Rembrandt. Später kamen Arbeiten von Van Gogh, Kandinsky, Magritte, Dali, Andy Warhol, Joseph Beuys und Gerhard Richter dazu. Das „Boijmans van Beuningen“ zählt damit zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Niederlande. Und die Sammlung wächst weiter! Aktuell befinden sich mehr als 150.000 Objekte im Besitz des Hauses. Bisher lagerte, wie bei anderen Museen auch, ein Großteil davon im Keller, was durch Überflutungen des nahe gelegenen Stroms der Nieuwe Maas immer wieder zu Problemen führte. Mit dem neuen Schaulager, geplant von Winy Maas vom Architekturbüro MVRDV, ist jetzt damit Schluss: Die Kunst wandert an die Oberfläche!

Im neuen Haus, das direkt neben dem historischen Museumsbau, entstand, können die Besucher hinter die Kulissen des Museumsbetriebs schauen. Sie können anstehende Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten hautnah beobachten und das Verpacken und den Transport von Kunstwerken – etwa für Leihgaben – live beobachten. Umgeben sind sie dabei auf allen Seiten von Kunst: Wie in einem geschlossenen Depot werden die Werke so effizient wie möglich gelagert. Sie stehen verpackt an der Wand, hängen in Regalen oder sind in Vitrinen ausgestellt. Die fünf Ebenen des Gebäudes sind dabei durch ein großes Atrium miteinander verbunden. Eine im Zickzack geführte Treppe, die an die berühmten Carceri-Radierungen von Piranesi erinnert, führt die Besucher hinauf bis zur begrünten Dachterrasse auf 35 Metern Höhe. Sie bietet den Besuchern einen atemberaubenden Blick über die Stadt Rotterdam.

Das Gebäude selbst folgt einer eigenwilligen Geometrie, die an einen riesigen Topf erinnert, was sich letztlich ganz wunderbar mit der offiziellen Benennung des Hauses als „Depot Boijmans van Beuningen“ deckt – wird „der Topf“ im Niederländischen doch mit „de pot“ übersetzt. Dabei ergab sich die schüsselartige Form des Hauses – mit Durchmessern von 40 Metern im Erdgeschoss und 60 Metern im obersten Geschoss – fast zwangsläufig. Einerseits wollten die Architekten den Fußabdruck des Gebäudes möglichst klein halten, zum anderen sollte es nicht höher werden als der Turm des benachbarten Museumsgebäudes. Ein weiteres Highlight der Konstruktion bildet die Fassade aus 1.664 verspiegelten Glas-Paneelen. Sie sorgen über die vexierhafte Reflektion ihrer Umgebung für die Integration des Gebäudes in den Kontext. Dieser beeindruckende Effekt dürfte letztlich auch der Grund für die große Beliebtheit des Hauses sein – als Hintergrund für Fotos und Selfies ist das neue Museumsdepot einfach unschlagbar. Schon vor der Eröffnung hat es das „Depot“ damit zum neuen Wahrzeichen und Besuchermagneten geschafft. Auch JUNG hat an diesem Erfolg einen Anteil. In den Besucherzonen ist JUNG mit Schaltern und Steckdosen aus dem Design-Programm LS 990 vertreten. In den Lagern, Werkstätten und Logistik-Bereichen kam wiederum das funktionale und schnörkellose Aufputz-Programm WG 800 zum Einsatz.

Die offizielle Einweihung des Hauses ist für den Herbst 2021 geplant.

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