Kleine Olympiahalle

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Indirizzo
Spiridon-Louis-Ring 5, 80809 München, Germania
Anno
2011

Die neue Kleine Olympiahalle bietet mit einer Kapazität von 3600 Plätzen den Rahmen für Veranstaltungen, für die die „alte“ Olympiahalle (mit 15.000 Plätzen) zu groß ist. Sportevents sind ebenso möglich wie kleinere Konzerte oder Firmenpräsentationen. Eingebettet in einen neu gestalteten Rasenhügel, fügt sich der Entwurf harmonisch und unauffällig in den Olympiapark ein. Die Lichtplaner wurden früh in den Planungsprozess integriert und für die Außenbeleuchtung sowie die Beleuchtung der öffentlichen Bereiche (ohne Halle) beauftragt (Leistungsphasen 1-9).

Über den sanft geschwungenen Geländeeinschnitt führen zwei großzügige Treppen zum Haupteingang der Halle. In enger Zusammenarbeit mit den Architekten wurde die beidseits verlaufende Attika zur Aufnahme von durchgehenden Lichtlinien entwickelt. Diese Profile (Leuchtstoff T5, dimmbar) zeichnen mit Licht markant den Einschnitt nach und führen die Besucher zum Eingang. Durch die Dimmbarkeit der Beleuchtung kann bereits im Außsenraum individuell auf unterschiedliche Veranstaltungen reagiert werden.

Das Konzept der Architekten sah vor, das Interior nüchtern und neutral zu gestalten. Sichtbeton und schwarzer Estrich prägen die Atmosphäre. Dir Lichtgestaltung reagierte hierauf mit einer einfachen, aber sehr wirkungsvollen Lösung. Für beide Foyers (oben und unten) wurde ein Lichtsystem entworfen, das den Besucher mit einer gewissen Strenge empfängt. Beide Foyers können (auch einzeln) für Veranstaltungen genutzt gebucht werden. Parallel zum Einschnitt im Aussenbereich angeordnet, schweben hochglänzend polierte Aluminiumprofile im Raum (Leuchtstoff T5, dimmbar). In GK-Gräben versenkte Lichtleisten beleuchten die Garderoben, deren Counter blendfrei durch versteckt platzierte Richtstrahler (Halogen) illuminiert werden.

Während der Besucher die Haupttreppe zum unteren Foyer (und zu den Halleneingängen) hinuntergeht, zeigt sich eine immer freier werdende Anordnung der schwrbenden Lichtprofile, bis sich das Konzept schräg abgependelter, sich kreuzender Linien im unteren Foyer in seiner gesamten Kraft offenbart. Die hochglänzende Oberfläche der Profile spiegelt die Umgebung und verändert sich je nach Standort des Betrachters. Diese Wirkung lässt die Profile (auch am Tag) sehr leicht, fast entmaterislisiert erscheinen. Die Lichtprofile wurden speziell für das Projekt angefertigt.

Ein System aus RGB Wandflutern (T5) bietet die Möglichkeit, die Stirnwand des unteren Foyers in verschiedene Farben zu tauchen. Auch die Reflexionen dieser „Farbwand“ werden in den hochglänzenden Profiloberflächen sichtbar. Dieser (geplante) Effekt überspielt bewusst die Nüchternheit der Architektur und unterstützt das großzügige Licht-und Raumerlebnis.

Mit der hohen Wirtschaftlichkeit der T5-Lampen (die mit einer Maximallast von 80% betrieben werden) wurde in der kleinen Olympiahalle eine kostengünstige und effiziente Lichtplanung umgesetzt. Der Energieverbrauch liegt bei lediglich 6,96 W/qm. Die geringe Anzahl verschiedener Leuchtmittel reduziert den Aufwand für die Lagerhaltung. Über eine DALI Lichtsteuerung (2 Tableaus; Garderobe und Hallenregie) können voreingestellte Szenen abgerufen und individuelle Settings, passend zur jeweiligen Veranstaltung, umgesetzt werden.

Bauherr
SWM Services GmbH, München

Fertigstellung
September 2011

Innenbereiche
2360 qm

Außenbereiche
15750 qm

Architekten
Auer+Weber+Assoziierte, München

Lichtgestaltung
Pfarré Lighting Design, München; Gerd Pfarré, Dominik Buhl, Katja Moebs, Katharina Schramm; SchwaigerWinschermann Buero fuer visuelle Gestaltung, München

Sonderleuchten
Lichtlauf GmbH, München

Fotografie
Andreas J. Focke, München

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