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Haus an der Reuss

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Year
2012
Stories
5-20 Stories

Die Arkaden Unter der Egg sind eine der wenigen erhaltenen Gebäudeteile nach dem ein Brand 1833 nahezu das gesamte Stadtviertel zerstörte. 1834 wurde die gesamte Häuserzeile nach einem Bebauungsplan des Architekten Louis Pfyffer von Wyher, Bauinspektor Placid Segesser und Forstinspektor Jost Mohr unter Schaffung des Brandgässli wieder aufgebaut. Aus dem Wiederaufbau der Häuserzeilen von 1834 resultiert auch das heutige Fassadenbild Unter der Egg.
1834 wurde ein Ersatzbau am Brandgässli 5+7 erstellt, der bei den Umbauarbeiten 1960 durch den Architekten Adolf Vallaster fast vollständig entkernt und neu aufgebaut wurde, so dass von der ursprünglichen Gebäudesubstanz lediglich die Arkaden Unter der Egg, die darüber liegende Balkenlage und die Fassadenstruktur erhalten blieben. Resultat war ein Gewucher von 27 Einzimmer- und 3 Zweizimmerwohnungen, wobei weder der Mix und Standard der Wohnungen, noch die zu gering dimensionierte Bausubstanz im Vorderhaus den heutigen Anforderungen an Wohnkomfort und Sicherheit standhalten konnten.
Beim neuerlichen Umbau des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes entstanden ein Verkaufsladen, sechs 3.5 Zimmer Wohnungen und eine 5.5 Zimmer Wohnung im Luxussegment. Über die nach Süden ausgerichtete Hauptfassade erhält jede der Wohnungen Bezug zur Reuss mit Blick auf den Pilatus. Aufgrund der immensen Gebäudetiefe von 22m profitieren die Wohnungen zusätzlich von einem neu eingeführten Lichthof. Der Lichthof ist am historischen Übergang von Vorder- und Hinterhaus platziert. Er sorgt für Tageslicht in den innen liegenden Zonen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Raum- und Wohnhygiene. Die Wohnungen und das Treppenhaus profitieren gleichermassen von der neuen natürlichen Belichtung und der Innenhof wird zum zentralen verbindenden Element zwischen den Wohnungen. Die siebenachsige Südfassade zur Reuss ist in den Obergeschossen mit zwei Balkonen pro Geschoss ergänzt worden.

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