Museum Lotnictwa Polskiego
Foto © Jens Willebrand
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Museum Lotnictwa Polskiego
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Museum Lotnictwa Polskiego and Aviationpark

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Adresse
al. Jana Pawła II, 31-864 Krakau, Polen
Jahr
2010
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Stockwerke
1–5 Stockwerke
Bauherrschaft
Muzeum Lotnictwa Polskiego
Team
Bartlomiej Kisielewski, Pysall.Ruge Architekten

Das Muzeum Lotnictwa Polskiego nutzt das Flugfeld und die denkmalgeschützten Gebäude und Hangars des ehemali-gen Flughafens Rakowice–Czyzyny in Krakau für eine der weltweit größten Ausstellungen über Aviatik. Erbaut 1912, für den “Armee Flugpark 7 des Kaiserreichs Osterreich-Ungarn“, beginnt hier die Luftfahrt auf polnischen Boden. Der Wettbewerb für das Hauptgebäude des Museums war der erste, europaweit ausgeschriebene Architektenwettbe-werb für ein Kulturbauwerk nach dem Beitritt Polens in die EU. Die Realisierung des Projektes erfolgte maßgeblich durch den EFRE (Europäischer Fond für regionale Entwicklung).
Die Idee des Fliegens, der Geist des Ortes, die Struktur der Flugplatzanlage, die Faszination der historischen Technik - der Neubau des Luftfahrtmuseums greift die topologischen und gedanklichen Bezüge auf, die an diesem Ort vorzufinden sind und verdichtet sie in einem zeichenhaften, expressiven Bauwerk. Die alten Hangars des ehemaligen Flughafens lieferten das Modulmaß für die quadratische Grundplatte (60 x 60 m) und die Höhe (12 m) des Neubaus. Eingeschnitten und gefalzt wie beim Falten eines Papierflugzeugs entstand die Großform: dreiflügelig, in Beton gegossen und dennoch optisch leicht wie ein Windrad oder ein Propeller. Die Flügel öffnen sich großflächig verglast in alle Himmelsrichtungen. Größe und Ausrichtung folgen aus der unterschiedlichen Verwendung der Flügel. 4.504 m² Nutzfläche stehen auf drei Geschossen zur Verfügung.
Die ineinander übergehenden Räumlichkeiten bieten dem Besucher eine klare Orientierung. Er hat die Wahl, zunächst das 3D-Kino zu besuchen, das als geschlossenes, rumpfartiges Volumen im Raum steht, sich im„Education Wing“ über Luftfahrt zu informieren oder direkt zu den Flugobjekten in die Haupthalle zu gehen. Die Ausstellung verbindet sich op-tisch mit den Freiflächen und bietet Ausblick auf das Flugfeld mit den im Freien aufgestellten Maschinen. Die Flugzeuge im Nordflügel erscheinen nicht wie eingeschlossen, sondern nur untergestellt, jederzeit bereit, zur Startbahn zu rollen. Im ersten Obergeschoss, gegen die Halle verglast und einsehbar, stehen dem Publikum ein Restaurant mit Bar und die Bibliothek zur Verfügung. Auch der Vortragssaal mit 150 Plätzen befindet sich auf dieser Ebene. Die Büros und Bespre-chungsräume der Verwaltung im zweiten Obergeschoss haben durch die Glaswände Ausblicke in den Park oder nach innen in die Ausstellung, manche sind wie durch Bullaugen in der Bordwand von außen belichtet.

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