Sanierung Landhaus Weiningen

Zürich, Schweiz
Nordostfassade
Foto © Peter Beyer
Haptik Fassade
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Haus und Pool
Foto © Peter Beyer
Wohnen
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Innen / Aussen
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Masterbedroom
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Vertikale Verbindung
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Bestand / Neu
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Aussenraum
Foto © Peter Beyer
Architekten
Salvini Rüegsegger Architekten
Jahr
2020
Kosten
Vertraulich
Bauherrschaft
Privat
Team
Comunas GmbH, Werkteam Architekten
Fenster
Sky-Frame

Erbaut durch die Architekten Guex und Kirchhoff im Jahre 1963 - geplant, um möglichst alle Räume auf einem Niveau zu 
organisieren, sowie die Besonnungsprobleme nahe des Waldrandes zu lösen, haben die Architekten eine künstliche »Ebene im Hang« gebildet, die hauptsächlich die Tagesräume mit Terrasse und Pool verbindet. Das Hauptthema wird so durch zwei Stützmauern zwischen Terrainaushub und Aufschüttung begrenzt.
 Eine zurückgesetzte Garage für 2 Autos gestattet einen Vorplatz mit Parkplätzen zu gestalten. Über diesen Vorplatz gelangt man durch eine grosszügige Treppe in die Eingangshalle des Hauses. Die Garage ist ebenfalls durch eine gedeckte Wendeltreppe mit dem Eingang verbunden. Das Eingangsgeschoß enthält neben Heizung, Waschküche und Keller einen Duschen- und Umkleideraum für den Pool. Davon leicht abgetrennt befindet sich auf dem gleichen Niveau der Kindertrakt mit Spielraum.

Alle diese Räume sind durch die Wendeltreppe direkt mit der Freiterrasse verbunden. Durch die Innentreppe erreicht man das Hauptgeschoß. Die beiden verschobenen Trakte sind völlig gegen Südosten geöffnet mit Aussicht über die Terrasse über die Stadt bis zum See. Der Tagesteil ist durch die Terrasse mit Pool gebildet. Der innere Wohnraum ist durch Schiebefenster begrenzt mit von außen nach innen durchlaufenden Steinböden. Eine leichte Terrassenvertiefung gegen die hintere Stützmauer bildet einen gedeckten Sitzplatz im Freien mit Grillstelle. Neben Wohnraum gehören Esszimmer, Küche sowie ein leicht abgesondertes Atelier zum Tagesteil. Der Nachtteil enthält das Eltern-, ein Gast- und Badezimmer, sowie Dusche, WC alles nach Osten orientiert, wie auch die
 darunterliegenden Kinderzimmer. Der Grundriß ist auf einem regelmäßigen Achsensystem von 5,00 x 6,00 aufgebaut. Durchlaufende Pfetten aus verleimtem Holzträgern ruhen auf Stahlstützen. Die »shed«-förmige Dachkonstruktion ermöglicht auch mittags einen Sonneneinfall in sämtliche Räume.

Die Bauaufgabe bestand darin das in die Jahre gekommene Gebäude aus dem Jahre 1963, unter Berücksichtigung der hohen architektonischen Qualitäten einer Totalsanierung zu unterziehen.
Nicht nur die haustechnischen Anlagen wurden komplett erneuert und ersetzt, sondern auch die Hülle wurde saniert. Abgesehen vom Dach, wurde das Haus komplett in den Rohbau zurückgeführt um sämtliche Anschlussdetails und Aufbauten neu entwickeln und im Sinne des ursprünglichen Zeitgeistes neu aufleben zu lassen.
Der originale Entwurf dürfte von Vorbildern wie Richard Neutra, Pierre Koenig und im Allgemeinen vom Baustil “Mid-Century-Modern“ welchen man Mitte des 20. Jahrhunderts in Kalifornien mit viel Experimentierfreude etablierte stark geprägt worden sein.

Entwurfsschwerpunkt lag von Beginn weg beim Übergang von Innen und Aussen. Der fliessende Raum ist nicht nur im Inneren stetiger Begleiter, auch der Aussenraum verschmilzt durch die raumhohen Verglasungen förmlich mit dem Innenraum.
Die undichten und in die Jahre gekommenen Fenster wurden durch Sky-Frame Schiebefenster ersetzt. Mit dem anheben der einzelnen Bodenhöhen konnte ein schwellenloser Übergang von innen nach aussen erreicht werden. Die grossformatigen Kalksteinplatten welche im ganzen Wohn- und Essbereich sowie dem Atelier verwendet wurden folgen dem Stützenraster und gehen im Aussenbereich zu Waschbetonplatten in freier Anordnung über.
Die privaten Bereiche im Obergeschoss sind weich mit Teppich ausgestaltet und zonieren so die intimeren Bereiche des Hauses. Im Untergeschoss wurde der vorhandene Sichtbeton mit einem warmen Eichendielenboden kontrastiert, um so die benötigte Wohnlichkeit herzustellen.

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