Jumeirah Hotel

Frankfurt am Main, Deutschland
Foto © Eibe Sönnecken
Foto © Eibe Sönnecken
Foto © Eibe Sönnecken
Foto © Eibe Sönnecken
Zeichnung © KSP Jürgen Engel
Architekten
KSP Engel
Standort
Frankfurt am Main, Deutschland
Jahr
2009
Bauherrschaft
Palais Quartier GmbH & Co. KG

Die Hochhäuser im PalaisQuartier, ein 135 Meter hoher Turm mit Büro- und ein zweiter mit Hotelnutzung, der rund 96 Meter misst, markieren die baulichen Hochpunkte dieses neuen Stadtquartiers in der Frankfurter Innenstadt. In Kombination mit dem nach historischem Vorbild wieder aufgebauten Thurn und Taxis Palais und dem Einkaufszentrum „MyZeil“ ist ein Quartier mit urbanem Flair entstanden. Außerhalb vom Hochhauscluster des benachbarten Bankenviertels gelegen und als Solitär im Innenstadtring markieren die Türme des PalaisQuartier den exponierten Standort durch ihre auf große Entfernung hin wirksame Form. Die leicht geneigten Fassaden der Türme erhalten durch die drei markanten Knicklinien klare Proportionen und eine gestalterisch klar definierte Höhe, die aus der Gesamtform abgeleitet ist. Inspiriert von Constantin Brancusis säulenartigen Skulpturen werden die plastisch gestalteten Türme somit zu einem unverwechselbaren Orientierungspunkt in der Stadt.

Windmühlenartig aufgefächert gruppieren sich die Büroflächen der 25- bzw. 34-geschossigen Türme mit Mietflächen (MF) zwischen ca. 790 bis 1.100m² pro Etage um den zentralen Haupterschließungskern. Die Flächen können je nach Mieterwunsch flexibel in zwei getrennte Nutzungseinheiten unterteilt werden. Die Taillierungen und Aufweitungen schaffen entsprechend der Gebäudegeometrie unterschiedlich tiefe Bürogrundrisse und ermöglichen ein großes Spektrum an Bürolayouts. Die nutzbare Tiefe der Büroflächen variiert von ca. 5,90 Meter im taillierten Bereich des Hochhauses bis zu ca. 9,60 Meter im Bereich der größten Aufweitung.

Das Erscheinungsbild der Fassade, die als elementierte Vorhangfassade konzipiert ist, wird durch zwei Materialien bestimmt: Aluminium und Glas. Sie stehen – ebenso wie das Hochhaus selbst - sinnbildlich für technische Innovation und architektonische Präzision. Das wechselnde Licht- und Schattenspiel belebt darüber hinaus je nach Tages- und Jahreszeit die Außenhaut der Türme.

Markantes Erkennungszeichen der Türme sind die - in der Schmalansicht - rautenförmigen Ganzglasflächen. Wie kristalline Körper sind sie in die Fassade integriert und heben die plastische Form der Türme hervor. Um den kristallinen Charakter der Glasrauten zu betonen, sind sie als Doppelfassade ausgeführt. Im Bereich der Einfachfassade wird der Wärmeeintrag dagegen durch einen höheren Anteil an geschlossenen Fassadenfeldern verringert.

Das Energiekonzept sieht vor, rund 50 Prozent des Heiz- und Kühlenergiebedarfs durch nachhaltige Systeme zu decken. Etwa 20 Prozent hiervon werden als Erdwärme gewonnen. Die zentrale, hocheffiziente Wärmerückgewinnung, die Abwärme aus dem Einkaufszentrum und der Tiefgarage nutzt, stellt rund 30 Prozent des Wärmeenergiebedarfs sicher. Die Kühlung bzw. Heizung der Mietflächen erfolgt durch Bauteiltemperierung, die in die Betondecken integriert ist. Daher kann im Bereich der Büroarbeitsplätze auf Abhangdecken verzichtet werden. Eine lichte Raumhöhe von 3,05 Metern (Bürohochhaus) wird so bei einer Geschosshöhe von nur 3,50 Metern erreicht. Raumtemperatur, Raumbeleuchtung und Sonnenschutzlamellen werden mit Hilfe von Sensoren zentral gesteuert - eine individuelle Einstellung ist jedoch jederzeit möglich. Die Fenster der Büroräume lassen sich je nach Bedarf zur natürlichen Belüftung öffnen.

BGF
220.923 m²

Fertigstellung
04/2010

Auszeichnung
CTBUH Best Tall Building 2010 - Finalist

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