Deutsche Schule Genf – Campus Süd

Vernier, Schweiz
Zeichnung © sez
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Visualisierung © sez/architron
Foto © k.wermelt
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Architekten
Soliman Zurkirchen Architekten
Adresse
Route de Vernier 180, 1214 Vernier, Schweiz
Jahr
2022

Die Deutsche Schule Genf ist Teil der deutschen Auslandsschulen und führt vom Kindergarten bis zum Abitur. Im Herbst 2007 konnte der Hauptbau als erstes Gebäude der Schule eröffnet werden. Die jetzt im 2022 eröffnete Erweiterung – Campus Süd – schliesst den ursprünglichen Quartierplan ab und bis zu 500 Schüler finden hier eine Ausbildungsstätte. Das neue Gebäude tritt als einfaches, rechteckiges Volumen in Erscheinung. Eine Fachwerkstatik in Form kräftiger Diagonalstützen nimmt das bereits im Hauptbau prägnante Strukturprinzip auf, bildet zusammen mit der Metall-/Glasfassade ein Maximum an Transparenz und entspricht so der gewünschten „kulturellen Aussendarstellung“. Unter einen weiten Auskragung an der Route de Vernier befindet sich der Haupteingang, von dort führen zwei separate Treppen in die Ober- und Untergeschosse. Die mit Oblichtern natürlich beleuchtete Sporthalle befindet sich in acht Metern Tiefe. Im Erdgeschoss ist eine Schulmensa mit eigener Produktionsküche untergebracht und in den zwei oberen Stockwerken sind die Klassenzimmer der Sekundarstufe und Naturwissenschaften angeordnet. Für Offenheit und Transparenz im Innern sorgen Verglasungen und das Oberlicht über der Treppenkaskade. Farbakzente in orange, mauve und grün betonen die einzelnen Gebäudezonen. Für einen ökologischen Energieverbrauch kommt eine Luft/Wasser Wärmepumpe gepaart mit einer Photovoltaikanlage zum Einsatz.

Die Stadt Vernier liegt auf halbem Weg zwischen Genf und Frankreich und ist Teil des Großraums Genf. In der Nähe des internationalen Flughafens befinden sich verschiedene Verwaltungsgebäude, sowie ein erneuertes Industriegebiet. Die zahlreichen privaten und öffentlichen Infrastruktureinrichtungen machen die Gemeinde auch zu einer attraktiven Wohngegend. Die DSG liegt in diesem vielfältigen städtischen Umfeld, etwas abseits des dörflichen Epizentrums, aber durchaus attraktiv in einer begrünten Umgebung. Als Bildungs- und Begegnungsstätte gemäß pädagogischer, integrativer und repräsentativer Bestrebungen konzipiert, drückt sie durch ihre innovativen Fassaden eine starke kulturelle Identität aus. Der im 2002 erstellte Quartierplan ist durch die Erweiterung Campus Süd vervollständigt worden. Heute gruppieren sich der Neubau, das 2007 eröffnete Hauptgebäude, sowie der zusammen mit der Stadt Vernier im 2011 eröffnete Kindergarten um einen gemeinsamen öffentlichen Park. Ein Volumen von 13’000 m3 bietet im Campus Süd neu Platz für mehr als 200 Schüler. Der Hauptzugang ist an der Route de Vernier und verfügt über einen überdachten Außenbereich. Vom Eingang aus führen zwei separate Treppen in die Ober- und Untergeschosse. Die Sporthalle, die durch Oberlichter natürlich beleuchtet wird, wurde acht Meter in den Boden versenkt. Im Untergeschoss befinden sich außerdem Umkleidekabinen, Lager- und Technikräume. Im Erdgeschoss ist eine Mensa mit eigener Produktionsküche untergebracht und in den zwei oberen Stockwerken befinden sich die acht Klassenzimmer der Sekundarstufe, sowie die Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Innere Wand- und Türfenster, Glaswände in den Korridoren und ein Oberlicht über der Treppenkaskade unterstützen eine maximale Transparenz und Offenheit im Gebäudeinneren. In Zusammenarbeit mit einer Farbgestalterin wurden die öffentlichen Bereiche durch verschiedene Farbtöne akzentuiert. Die im Hauptgebäude verwendeten Primärfarben Gelb, Rot und Blau wurden hier zu Orange, Mauve und Grün gemischt, welche unterschiedlich auf Türen, Wanden und Decken Anwendung finden. Das Tragwerk trägt nicht nur die Lasten von oben ab, sondern hängt auch die Decke der Sporthalle in Form eines Stahlfachwerks auf. Dieses ist in die diagonalen Stützen im Erdgeschoss integriert und trägt das Gewicht des darüberliegenden Baukörpers. Die Form der Stützen greift das Strukturprinzip des bestehenden Gebäudes auf und zusammen mit der signifikanten Gebäudeauskragung entsteht eine nachhaltige, gemeinsame Identität rund um den zentralen, begrünten Platz.

The German School Geneva is part of the German Schools abroad and leads from kindergarten to A-levels. In autumn 2007, the main building was opened as the school's first building. The extension now opening in march 2022 - Campus South - completes the original master plan. The new building appears as a simple, rectangular volume. A truss structure in the form of strong diagonal pillars resume the structural principle already present in the main building and, together with the metal/glass façade, forms a maximum of transparency to the desired "cultural external presentation" of the school. The main entrance is located under a wide overhang on the Route de Vernier, followed by two separate staircases leading to the upper and lower floors. The sports hall, naturally illuminated by skylights, is eight metres underground. The ground floor includes a school canteen with its own production kitchen, and the two upper floors contain the secondary school and science classrooms. Interior windows and the skylight above the staircase cascade ensure openness and transparency inside, accentuating the different building zones in orange, mauve and green colors. An air/water heat pump paired with a photovoltaic system is used for ecological energy consumption.

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