© Markus Tollhopf
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U-Bahnhof Hafencity-Universität

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Standort
Hamburg, Deutschland
Jahr
2012
Architects, Designers
Raupach Architekten, Stauss + Pedrazzini

Der Entwurf für den U-Bahnhof Hafencity-Universität reagiert assoziativ auf die Hafenstadt, auf die im Wechsel der Jahreszeiten und des Tageslichtes changierenden Farben der Ziegelfassaden und der stählernen Schiffsrümpfe, auf die mächtigen Aufbauten der Kräne und die Container. Die Materialität des Bahnhofs ist geprägt von Stahl, Licht und Farbe. Es wurden 12 Container mit RGB-LED-Systemen entwickelt, die, seriell platziert, eine hohe gestalterische Kraft entfalten. Wahlweise statisch oder dynamisch wechseln sie ihre Farbe wenn ein Zug naht, im Einklang mit dem Tag und der Nacht, und um das Warten zu einem sinnlichen Lichterlebnis werden zu lassen.

Lichtkonzept
Der Bahnsteig wirkt wie ein hell ausgeleuchteter „Steg“ innerhalb des Raums; über dem Bahnsteig schweben 12 leuchtende „Lichtbehälter“. Sie erzeugen durch ihre Lichtqualität spektakuläre Perspektiven und eine faszinierende Raumwirkung.

Das Licht und die beleuchteten, reflektierenden Materialien bestimmen die gesamte Atmosphäre. Farbige Reflexionen bilden sich dezent auf den mit Stahlplatten verkleideten Wänden und Deckenflächen ab, subtile Farbstimmungen verändern sich je nach der Position des Betrachters.

Die Unterseiten der Container strahlen homogen wie ein Leuchttisch; weisses, gleichmässiges Licht, das über den hellen Boden reflektiert wird und den Bahnsteig durch einen über die gesamte Bahnsteiglänge wirkenden Hell-Dunkel Kontrast zur Geltung bringt.

Als großräumliche, dynamische Lichtlösung dominieren die Lichtbehälter selbstbewusst den Raum. Die Beleuchtung kann mit entsprechender Lichtfarbe kräftige Signalwirkungen entfalten oder beruhigende Atmosphären erzeugen, auch im Einklang mit den Jahreszeiten oder der Tageslichtsituation im Aussenraum. Durch eine Lichtsteuerung können sich die Behälter in der Farbe verwandeln; neben einem dezenten Farbspiel sind starke, monochrome Farbstellungen, wie ultramarinblau (kühle Atmosphäre für den Tag) und ein sattes Orange (warme Atmosphäre für den Abend) abrufbar.

Die Grundtendenz hinsichtlich Farben, Farbwechseln und Intervallen heißt jedoch Reduktion und Ruhe – kein Farbzirkus sondern eine für den Ort entwickelte Choreographie. Ziel der Lichtplanung ist die Umsetzung einer eindrucksvollen Lichtinszenierung durch einfache und wirtschaftliche Lichttechnik; abgestimmt auf Standort, Architektur und Funktion.

Die Eingänge werden durch indirekt platzierte Leuchtstoff-Lichtbänder erhellt. Im Sperrengeschoss und über den Treppenläufen zum Bahnsteig sorgen bündig in die Stahldecke eingelassene Dark-Light- Downlights, frei auf der Decke verteilt, für ein angenehmes Helligkeitsniveau. Keinerlei Blendpunkte stören die Raumatmosphäre, der helle Steinboden reflektiert das Licht in den Raum.

Bauherr
Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN), Hamburg

Ort
Hamburg

Fertigstellung
November 2012

Fläche
4.800 qm

Architekten - Generalplaner
Raupach Architekten, München

Lichtgestaltung
Pfarré Lighting Design, München
d-Lightvision, München

Design
Design Stauss Grillmeier, Müenchen

Fotografie
Markus Tollhopf, Hamburg

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