Foto © Marion Müller
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Albatros am Erdberg

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Adresse
Erdbergstraße, 1030 Wien, Österreich
Jahr
2020
Kosten
100.000 – 1 Mio.
Stockwerke
5–20 Stockwerke
Bauherrschaft
6B47, Arwag, Migra, ÖSW, WE
Architekten
S/S/S Architekten, Fink Thurnherr, HD Architekten, Werner Neuwirth Architektur

Das Wohnbauprojekt im 3. Bezirk am Areal „Erdberger Mais“ ist eine Kombination aus gemeinnützigen und freifinanzierten Wohnungen. Es wurden 5 Wohntürme mit rund 500 Wohnungen, Büroräumlichkeiten, Tiefgarage, Gewerbe- und Handelsflächen sowie einem Kindergarten errichtet. Das übergeordnete, bauplatzübergreifende Freiraumkonzept wurde in einem kooperativen Stadtentwicklungsverfahren festgelegt. Bepflanzung, Bodenbeläge, Ausstattungselemente differenzieren die Freiraumangebote für alle Bewohner*innen. Die einzelnen Bauplätze stoßen direkt aneinander, es gibt keine Zäune zur Abgrenzung der Bauparzellen. Der bauplatzübergreifende Innenhof mit 2.530 m2 wurde als umschlossener Freiraum – grüner und blühender Innenhof – errichtet. Bei der Wahl der Bebauungstypologie wurde darauf Wert gelegt, dass der gemeinsame Innenhof für alle Bewohner*innen und Altersgruppen ein attraktiver Freiraum ist. Der Hof ist großteils nicht unterkellert, ist frei von klassisch ausgestatteten Spielplätzen und dient der Ruhe und Erholung. Der Jugend- und Kinderspielplatz wurde außerhalb des Innenhofs am öffentlichen Durchgang angelegt, wo sich Atelierräume befinden, deren Vorgärten als blühenden Puffer gestaltet wurden.
Das Bepflanzungskonzept zeigt mit großen und kleinen Bäumen sowie mit trockenresistenten Gräserstreifen, Stauden und Heckenelementen in Verbindung mit zeitgemäßen Ausstattungslinien für Möblierung und Beleuchtung eine durchdachte und ökologische Freiraumnutzung. Eine hohe Aufenthaltsqualität für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene wird durch ein entsprechendes Angebot für Sitzen, Liegen und Spielen geschaffen.
Der Hof ist Wohnhof und folgt einem identitätsstiftenden Konzept durch die Gestaltung mit unterschiedlichen hohen Pflanzen. Die umlaufenden innenliegenden Arkaden stellen eine Verbindung zwischen Gebäude und Freiraum her. Der Platz zur Erdbergstraße mit Felsenbirnen und Schotterdecke durchbricht die Fassade und wertet den Straßenraum auf.

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