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Klinik für Psychosomatik Hildesheim

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Standort
Hildesheim, Deutschland
Jahr
2019
Stockwerke
1–5 Stockwerke

Aufgabenstellung war die Planung eines Zentrums für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, gegliedert in eine Ambulanz, eine Tagesklinik und einen stationären Teil.

Das Gebäudeensemble des Neubaus der Psychosomatischen Klinik lehnt sich an die Hangmodulation des vorhandenen Geländes an und öffnet sich talwärts. Auf der Eingangsebene, die ca. 2,50 m über dem Erdgeschossniveau des angrenzenden Hauses H liegt, gruppieren sich um einen geschützten Innenhof die zentrale Anlaufstelle sowie die Therapie- und Gruppenräume. Mit der Gestaltung der Außenanlage des Hofes wird ein introver-tierter Ort der Ruhe geschaffen. Die Ambulanz und medizinische Diagnostikabteilung sind auf kurzem Weg von der Eingangshalle zu erreichen, ebenso die Treppen- und Aufzugserschließung in das obere Geschoss. Das Obergeschoss ist durch den abfallen-den Geländeverlauf von der Hangseite als eingeschossiger Bau-körper erlebbar. Die städtebauliche Körnung und die Proportionen des Neubaus orientieren sich an den benachbarten Pavillon-gebäuden. Im Obergeschoss sind in einer Spange die gemeinsam genutzten Räume der teil- und vollstationären Bereiche geplant, mit jeweils einem zentralen Stützpunkt. Den Zimmern der stationären Pflege ist jeweils ein eigener Außenbereich zugeordnet.

Die westlich angegliederte Tagesklinik ist entweder über die Treppen und Aufzüge oder direkt über einen Nebeneingang von Süden erreichbar. Am Schnittpunkt von Tagesklinik und stationärer Abteilung liegen der gemeinsame Speisessaal und die Therapieküche.

Schwerpunkt der Neubauplanung sind eine hohe Tageslichtausbeute, der größtmögliche Einsatz von natürlichen Belüftungssystemen, die Gestaltung mit dauerhaften, nachhaltigen und warmtönigen Materialien sowie eine hohe Energieeffizienz. Die Tragkonstruktion ist in Stahlbetonbauweise mit Stützen und einzelnen tragenden Wandscheiben in CEM-3-Beton oder Mauerwerk vorgesehen, Wände und Decken dienen als thermische Speichermasse. Als Gestaltungsmittel werden neben der Klinker-Lochfassade zudem elektronisch gesteuerte Faltelemente in Holz-/ Metallbau-weise mit beweglichen integrierten Lamellen als Sonnen-, Sicht- und Blendschutz eingesetzt. Die Flure werden über Sheds, die auf der geschlossenen Seite mit Photovoltaikpaneelen bestückt sind, von oben belichtet und belüftet. Der Aufgabe entsprechend werden die unteren Flure und der Eingangsbereich ebenfalls über Lufträume tagesbelichtet, so dass die typischen dunklen Flursituationen einer konventionellen Klinik vermieden werden können. Dadurch entsteht zusätzlich ein natürliches Belüftungssystem.
 
Das Gebäude fügt sich in den natürlichen parkähnlichen Freiraum ein. Ebenerdige Räume erweitern sich in den Außen-bereich mit terrassierten Flächen. Die Wasserfläche im Innenhof wird über das Regenwasser gespeist und trägt atmosphärisch zum Ort der Ruhe bei. Alle Dachflächen werden extensiv begrünt und leisten einen wertvollen Beitrag zur Regenwasserretention. Alle begehbaren Flächen und Terrassen erhalten zudem versickeroffene Beläge.

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