Visualisierung Nordstrasse
Visualisierung Kornhoausstrasse
Situation
Erdgeschoss
Schnitt
Fassade
Innenraum

Wettbewerb Kronenwiese

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Any
2011
Preu
1 milió - 100 milions
Pisos
5-20 pisos

Wettbewerbsbeitrag Wohnsiedlung Kronenwiese Stadt Zürich - ohne Rang.

Erläuterungstext Wettbewerb:

Die Schlagzeilen der Vergangenheit - sie reichen von der malerischen Sonnenblumenwiese über die Gassenküche bis hin zu Häuserbesetzern, welche in den 70er Jahren auf der Kronenwiese Baracken ohne Baubewilligung erstellt haben - inspirierten unter anderem zum Entwurfsansatz für das Projekt: Die Kronenwiese soll als gesellschaftliche und städtebauliche Insel welche sie in der Vergangenheit war modifizieren und im Projekt umgesetzt werden. Jede Wohnung ist ein spezieller, einzigartiger und individueller Ort des Rückzugs mit Blick auf die Stadt und die Uetlibergkette. Durch die extensive Begrünung der Dachflächen auf den einzelnen Volumen, welche in die Höhe gestaffelt sind wird der Wiese im übertragenen Sinne Referenz erwiesen. Sehr grosszügige Terrassen und Balkone ergänzen die übrigen Wohnungen, welche keinen Zugang zu der Dachlandschaft haben. Während dem die Wohnungen Rückzugsort für die Bewohner sind, dienen im Erdgeschoss ein Gemeinschaftsraum mit Küche und Bibliothek, Läden und ein Cafe als vielfältige Orte der Begegnung fürs Quartier.

Bauliche Referenz des Wettbewerbbeitrags ist die strukturalistische Überbauung „St. Lorenz-Strom“ von Moshe Safdie aus den 60er Jahren. Die „Ästhetik der Anzahl“ bildet wie bei diesem Areal in Montreal die Grundlage für eine Art Zellgewebe. Dabei werden die einzelnen Funktionseinheiten wie Kindergarten, Wohnungen und Gewerberäume etc. in eine Anzahl Kuben von 5 mal 5 mal 3 Metern untergebracht. Zusammen mit den städtebaulichen Voraussetzungen und Vorgaben, der idealen Ausrichtung und unter Berücksichtigung des Terrainverlaufs wird daraus das Gebäudevolumen generiert. Die dadurch erreichte Diversität ist Grundlage für die ausserordentlich hohe Anzahl von unterschiedlichen Wohnungsgrundrissen. Der Ansatz erlaubt zudem eine hohe Flexibilität, etwa bezüglich Verdichtung oder Projektänderungen: die Zellen lassen sich verschieben und ergänzen ohne einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtprojekt zu haben.

Dieses strukturalistische Entwurfsprinzip findet die ideale Entsprechung im Holzbausystem „Woodstock“: Vollholzwände aus Buche werden über einer Verbundsdecke montiert. Die Vorzüge der Buche liegen auf der Hand - es handelt sich um einen Rohstoff, der in Schweizer Wäldern in Hülle und Fülle vorhanden ist, CO2 kompensiert und ausserdem eine erneuerbare Ressource ist. Industriell vorkonfektioniert und auf der Baustelle zusammengesteckt ermöglichen die Elemente eine effiziente Bauzeit. Sie bieten Vorteile beim Schallschutz, bei der physikalischen Leistungsfähigkeit ganz allgemein und auch beim Brandschutz. Kostensparend sind weitere, vorfabrizierte Gebäudeteile wie Nasszellen, Treppenhäuser und Balkonbrüstungen.

Einzelne Felder gliedern den Aussenraum. Sie dehnen das Gebäuderaster auf die Umgebung aus und sind mit Wiese bewachsen oder mit einem Bodenbelag versehen. Aus Fugen und an den Rändern von Platten wachsen Pionierpflanzen. Blutbuchen, wie sie auch im gegenüberliegenden Schindlergut vorkommen bilden den Hauptanteil der Bepflanzung. Der Buchenwald ist aufgrund des Klimas in Mitteleuropa die am weitesten verbreitete Klimaxvegetation. Als solche wird in der Ökologie ein relativ stabiler Endzustand der Vegetation bezeichnet, der sich im Laufe der Jahrhunderte herausgebildet hat.

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