Peter Manev, Selb
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Brückner & Brückner Architekten GmbH
3D Betrieb Würzburg

Vertriebs- und Entwicklungszentrum Hamm

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Adreça
Hammstraße 1, 95643 Tirschenreuth, Germany
Any
2014

Das Haus der Walzen | Neubau Vertriebs- und Entwicklungszentrum Hamm

Die HAMM AG ist ein Unternehmen der WIRTGEN GROUP, einem international tätigen Unternehmensverbund der Baumaschinenindustrie. 1878 gründeten Franz und Anton Hamm in Tirschenreuth die „Maschinenfabrik Gebr. Hamm“. Die beiden Brüder waren Pioniere der beginnenden Mechanisierung und Industrialisierung der Landwirtschaft. Die HAMM AG hat über 100 Jahre Erfahrung in Entwicklung und Produktion von Walzen für den Erd- und Straßenbau und produziert mit rund 1000 Mitarbeitern noch heute am Standort Tirschenreuth. Design und Funktionalität sind ein wesentlicher Bestandteil der Produktentwicklung.
In der vergangenen Dekade hat der Weltmarktführer sein Werksgelände mehrfach erweitert und zuletzt mit einem neuen repräsentativen Vertriebs- und Entwicklungszentrum in den Standort investiert. Wir durften dieses Meilensteinprojekt in unserer Heimatstadt realisieren. Ziel unseres Entwurfes war es, die die Innovationskraft, die qualitativen Produkte und die Ansprüche dieses weltoffenen Unternehmens in moderne Architektur zu übersetzen und eine funktionale, qualitätsvolle, offene Arbeitswelt zu schaffen. Der Neubau nimmt die Mittelachse des bestehenden Verwaltungsgebäudes auf und führt diese mit klaren Linien fort. Das Gebäude beherbergt neben einem Ausstellungs- und Veranstaltungsraum mit Foyer und Empfang, Tagungsräumen, den Wirkungsbereich des Vorstandes sowie hundert Arbeitsplätze für die Verwaltung und die Abteilungen Forschung & Entwicklung und Vertrieb.
Inspiration für die Aluminiumfassade des durchlaufenden Riegels waren die gestapelten Stahlplatten, wie sie zu hunderten in Europas modernstem Bandagenwerk zur Fertigung der Walzen verwendet werden. Als zweites Element schiebt sich ein gläsernes L darüber. Die Gebäudeform erinnert an das Walzen von Metall. Die besonderen, gerillten Oberflächen aus spezialwärmegedämmtem Profilglas führen den industriellen Charakter der Fassade fort. Zugleich fällt viel natürliches Licht durch die gläsernen Wände. Asphalt, einer der zentralen Werkstoffe, den die Walzen im täglichen Einsatz verarbeiten, ist auch das Material, dass konsequent, flankiert von gebrochenem, einheimischem Granit, für die Gestaltung der Freianlagen eingesetzt wurde. Die Analogien zur Walze und deren Einsatzfeldern ziehen sich gestalterisch durch den gesamten Entwurf. Man betritt das Gebäude durch einen liegenden Zylinder und fährt wie durch einen Walzenzylinder mit dem Aufzug in die anderen Ebenen. Auch in den runden Lampen setzt sich diese Formensprache fort. Der Asphalt der Außenanlagen geht im Gebäude in einen geschliffenen, glänzenden, asphaltfarbenen Industrieboden über, der konsequent bis zu den Arbeitsplätzen fließt.
Auch die Aluminiumfassade wird im Innenraum fortgeführt und findet ihre hölzerne Modifikation in einem zentralen Empfangsmöbel, an dem die Kunden, Geschäftspartner und Besucher willkommen geheißen werden. Dahinter öffnet sich ein großzügiger, multifunktionaler Ausstellungs- und Veranstaltungsraum. In diesem besonderen Raum, der sich stützenfrei über zwei Geschosse erstreckt, stehen die Produkte der WIRTGEN GROUP im Mittelpunkt. Dieses Foyer ist das Herzstück des Hauses und bleibt über alle Ebenen durch große Lufträume und Galerien spürbar. In den beiden massiven Treppenhäusern klingt Stahl. Sie schaffen skulpturale Verbindungen zwischen den Ebenen. Profilglaswände ermöglichen transluzent Diskretion und gliedern die dahinter liegenden Büro- und Besprechungsräume funktional. Dazwischen liegen Kommunikationseinheiten für kurze Meetings, alle mit Blick zum Werk oder auf die umgebende Landschaft.
Auf der zweiten Ebene befindet sich der Übergang vom Neubau zum Bestandsgebäude. Neben Tagungs- und Workshopräumen gibt es einen offenen Loungebereich, einen Raum der Information und Kommunikation, der Freiräume schafft für Gespräche oder eine Auszeit zwischen den Terminen.
Auf der dritten Ebene befinden sich in der gläsernen Auskragung mit Weitblick die Büros und Besprechungsräume des Vorstandes sowie weitere Büroeinheiten der Verwaltung.
Die Architektur für die HAMM AG ist nicht nur funktional, modern und qualitätvoll, sondern auch energieeffizient. Der Stahlbetonbau wird über Geothermie beheizt, gekühlt und nutzt die Gebäudemassen zur Temperaturregulierung. Das Erdsondenfeld, die Bohrungen reichen bis in 160 Meter Tiefe, liegt unter dem neu geschaffenen Parkplatz am See.

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