Wohnüberbauung Eichgut

Nur eine Gehminute vom Hauptbahnhof und zwei Minuten bis in die Altstadt – zentralere Wohnlagen als an der Rudolfstrasse in Winterthur gibt es nur wenige. Nach Plänen der Architekten Baumschlager & Eberle entstanden hier in einem grossen, abgewinkelten Block Wohnungen von 2 bis 5 Zimmern. Die Konsequenz des kompakten Volumens sind lange schmale Wohnungen. Geschickt gestaffelte Zimmer, Schiebetüren und frei im Raum stehende Bäder und Schrankelemente definieren Zonen, ohne die Grosszügigkeit zu zerstören. Anstatt viel Platz für Treppenhäuser und Liftvorplätze zu verbrauchen, führten die Architekten die Lifte direkt in die Wohnungen und reduzierten das Treppenhaus auf das Minimum. Geradezu luxuriös für einen Neubau ist die Raumhöhe von 2,80 Meter. Eine dicke Wärmedämmung – 34 bis 42 cm – und dreifach verglaste Fenster reduzieren den Wärmeverlust; die Zertifizierung als Minergie-P-Haus ist in Prüfung. Von aussen ist von der dicken Dämmung jedoch nichts zu sehen, denn das Haus ist in eine Hülle aus weiss schimmerndem Glas gepackt. In der Höhe geben die Brüstungs- und Fensterelemente den Takt an, seitlich ist die Stellung der Gläser den Launen der Mieter überlassen. WH
Wenn bei Sonnenschein die Mieter die weissen Gläser vor die Fenster schieben, erscheint das Haus wie ein kühl schimmernder Eisblock.

Fotos: Eduard Hueber
Der Siebdruck auf den Gläsern verschleiert wohl den Blick nach draussen, verschliesst ihn aber nicht ganz.
Der Grundriss offenbart die grosse Gebäudetiefe und zeigt die geschickt ‹auseinander gezogenen› Wohnungen.
Wohnüberbauung Eichgut
2005

Rudolfstrasse
Winterthur

Bauherrschaft
Credit Suisse Asset
Management Fonds

Architektur
Baumschlager & Eberle
Vaduz

Gesamtkosten
(BKP 1–9)
CHF 30 Mio.

Gebäudekosten
(BKP 2/m)
CHF 385.–