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Schulhauserweiterung

Seit kurzem ist die Oberstufenschule geflickt und um ein Haus erweitert. Die Anlage ist eine Collage der Architektur. Ihre erste Etappe entstand in den Dreissigerjahren. Ein heiteres, züchtiges Haus mit zwei Flügeln, aussen und innen solide Details von Maurern, Schlossern und Schreinern gemacht. Als Nachbarn kamen in den Sechzigerjahren drei weisse Betonblöcke dazu. Mit Fensterbändern, Flachdach, industriell gefertigten Details. Für die jüngste Etappe bekam der Ort einen neuen Namen: Was einst Schulhaus hiess, heisst nun Bildungszentrum. Hier gehen die Schüler nicht mehr in die Real oder in die Sek, sondern ins Neue Oberstufenmodell oder in die Berufswahlschule. All der Fortschritt braucht Räume. Sie sind untergebracht in den Häusern der ersten zwei Etappen und in einem neuen olivgrauen Klotz mit grossen Fenstern und einer Arkade. Er ist so geschickt platziert, dass er die vier Bauten der früheren Etappen rund um einen Platz zu einer geschlossenen Anlage verbindet. Anschaulich zeigt die Küsnachter Schule, dass der Wandel von Raum- und Formvorstellungen zwischen 1930 und 1960 tief greifender war als zwischen 1960 und 2005. Gleich ist aber allen drei Etappen die Qualität der Räume und Raumfolgen. GA
Der dunkle Betonneubau schiebt sich vor das weisse
Dreissigerjahre-Schulhaus. Dieses behält seine Rolle als solider,
weisser Eckpfeiler.
									
									Fotos: Ruedi Walti
Der dunkle Betonneubau schiebt sich vor das weisse Dreissigerjahre-Schulhaus. Dieses behält seine Rolle als solider, weisser Eckpfeiler.

Fotos: Ruedi Walti
Die gelbe Wand bindet die Mensa im Erdgeschoss mit dem darüber liegenden Geschoss zusammen.
Die gelbe Wand bindet die Mensa im Erdgeschoss mit dem darüber liegenden Geschoss zusammen.
Der Neubau bildet zusammen mit den früheren Etappen der Schulanlage einen Hof.
Der Neubau bildet zusammen mit den früheren Etappen der Schulanlage einen Hof.
Schulhauserweiterung
2005

Zürcherstrasse
Küsnacht

Bauherrschaft
Gemeinde Küsnacht

Architektur
Bob Gysin & Partner
Zürich

Auftragsart
Wettbewerb 2000

Gesamtkosten
CHF 27,8 Mio.

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