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Kinderpavillon (Temporäres Schulgebäude)
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(Photo: Marcel Hagen)
(Photo: Marcel Hagen)
(Photo: Marcel Hagen)
(Photo: Marcel Hagen)
(Photo: Marcel Hagen)
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Architect
Architekturwerkstatt Dworzak Project
Kinderpavillon (Temporäres Schulgebäude)
Lustenau / Austria Description
Nutzung: ein wiederverwertbares Kindergarten- und SchulgebäudeNachnutzung: an einem anderen Ort in einer neuen Form Aufgabe Der Kindergarten und die Volkschule Lustenau Rheindorf benötigten kurzfristig Räumlichkeiten. Anfangs war geplant diesen Raumbedarf über Kauf, beziehungsweise Anmietung von Stahlcontainern zu lösen. In Zusammenarbeit mit der Markgemeinde Lustenau wurde dann stattdessen die Idee dieses Holzpavillons geboren welcher den Raumbedarf beider Institutionen löst. Der Kinderpavillon soll für die Dauer von 8 Jahren eine architektonisch und funktional hochwertige Umgebung aus natürlichen Materialien bieten – bei einer gleichzeitig notwendigen Einfachheit in Konstruktion und Material um die Investitionskosten zu begrenzen. Um das Gebäude nachhaltiger zu machen wurde es so konzipiert, dass nach Ablauf der 8 Jahre verschiedene Nachnutzungen möglich sind. Entwurf Das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag muß im ökologischen und ökonomischen Sinn bei jeder Bauaufgabe und jedem Bauelement stimmen, dies trifft für ein temporäres Gebäude in noch höherem Maße zu. Diese Denkart führte zu einem strukturell und konstruktiv einfachen Gebäude. Nachhaltigkeit durch Reduzierung auf das Wesentliche: Freundliche, kommunikative Räume mit einer starken Beziehung zur Außenwelt. Der Kinderpavillon ist nachjustierbar. Elemente wie eine Fotovoltaikanlage, dekorative Oberflächenbeläge, sowie akustische Maßnahmen werden ja nach Bedarf nachgerüstet. Dies geht soweit, dass im (sehr wahrscheinlichen) Bedarfsfall ein bis zwei weitere Klassenräume in östlicher Richtung angebaut werden können. Nachhaltigkeit durch Flexibilität. Der Kinderpavillon dient nun 8 Jahre als Schul- und Kindergartengebäude. Anschließend wird das Gebäude abgebaut und an einem anderen Standort einer noch zu bestimmenden Nutzung (Verein, Jugend, Büro, Bildung,…) zugeführt. Der modulare Aufbau erlaubt dann eine Vielzahl von Möglichkeiten, von einer mehrgeschossigen Lösung bis hin zur Ausbildung zweier autonomer Gebäude. Nachhaltigkeit durch Verlängerung der Nutzungsdauer. Umgebung Ein von uns erstelltes Gutachten beurteilte fünf zur Verfügung stehende Grundstücke nach Lage, Verkehr, Größe und Infrastruktur. Das gewählte Grundstück stellte sich aufgrund der guten Erreichbarkeit von Schule und Kindergarten, der optimalen Größe, der guten Verfügbarkeit und der vorhandenen Infrastruktur (Parkplätze, Umzäunung, Gasanschluß, Spielplatz) als das am Besten geeignetste heraus. Konstruktion Die Gebäudekonstruktion wird durch die Notwendigkeit des Ab- und Wiederaufbaus bestimmt. Das Gebäude ist auf 24 identischen Flachfundamenten gegründet welche über 4 längs verlaufende Stahlträger miteinander verbunden sind. Der gesamte Aushub ist auf dem Grundstück gelagert und dient als „Rutschhügel“. Über den Stahlträgern liegen 30, ca. 7,0 x 2,5m große, wärmegedämmte Holzrahmenelemente als Bodenplatte auf. Die darauf stehenden Wandelemente unterscheiden sich je nach Funktion: 38 Wärmegedämmte Holzrahmenelemente als Außen- oder Zwischenwand und 28 Holzrahmenelemente für den Einbau von Türen und Fenster, welche mittels Punkthalter befestigt sind. Weitere 30 wärmgedämmte Holzrahmenelemente bilden die Decke. Auf sieben Längsträgern liegt ein hinterlüftetes Flugdach aus Trapezblechen und Trapezlichtplatten über welche Zenitlicht in die Mitte des Gebäudes geleitet wird. Projektabwicklung 04.Juni: Präsentation Machbarkeitsstudie und anschließender Projektbeginn 22.Juni: Präsentation Direktor Volkschule und Kindergartenleiterin 26.Juni: Einreichung 08.Juli: Beginn Vorfertigung 13.Juli: Beginn Aushub 15.Juli: Schulrechtliche Verhandlung 14.September: Bezug des Kinderpavillons Aufgrund der kurzen Planungs- und Bauzeit des Kinderpavillons musste die Kommunikation zwischen Bauherr, Architekt und Handwerker sehr effizient sein. Die Projektphasen Planung, Ausschreibung und Ausführung liefen größtenteils parallel ab. Dies war nur durch großen Einsatz jedes Einzelnen und viel Vertrauen in die am Projekt beteiligten Menschen möglich. |