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Meisterhäuser in Dessau (Wettbewerb; Ankauf)
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(Visualization: zwo.architekten)
(Visualization: zetlmayer_de winder_architekten)
(Visualization: zwo.architekten)
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Interior Designer
de Winder Architekten GbR Project
Meisterhäuser in Dessau (Wettbewerb; Ankauf)
Dessau / Deutschland, 2008 Description
Das Konzept nimmt die ursprüngliche städtebauliche Gliederung der Gesamtanlage der Meisterhäuser auf und interpretiert sie gemäß ihrer touristischen und kulturellen Nutzung neu. Die bereits existierende, bewährte Zugangssituation über die Ebertallee wird beibehalten und leitet den Besucher durch das neue Eingangsgebäude auf das Gelände der Meisterhäuser.Die beiden Neubauten der Anlage nehmen die Achse der bestehenden Meisterhäuser auf und stellen mit Hilfe ihrer Bauvolumina, die sich in Höhe und Abmessung am früheren Bestand orientieren, die ursprüngliche städtebauliche Gesamtanlage wieder her. Die äußere Erscheinung der Neubauten orientiert sich an der Bauhaussprache in Form von asymmetrisch verschränkten, einfach kubischen Baukörpern. Diese heben sich jedoch, durch den dunklen Farbanstrich ihrer Fassade begünstigt, optisch deutlich von den Meisterhäusern ab und stehen nicht in Konkurrenz zu deren weißen Außenflächen. Die Neubauten werden durch eine bauliche (Meisterhäuser) und eine optische Fuge (Direktorenhaus) von den Bestandsgebäuden getrennt und stehen sinnbildlich für eine Annäherung an die Architektur der klassischen Moderne. Verglaste Flächen spiegeln die Umgebung wider und lösen die natürliche Grenze vom Baukörper zur Landschaft auf. Der Neubau über dem Sockel des ehemaligen Direktorenhauses beherbergt das Besucherzentrum und im Obergeschoss die Räumlichkeiten für eine Wechselausstellung. Die Räume im Erdgeschoss bilden ein tagsüber offenes Raumgefüge, welches über einen Glasmantel im Sockelbereich beleuchtet wird, wohingegen sich das Obergeschoss für seine Nutzung angemessen eher geschlossen präsentiert. In der Nacht lässt sich das Innere des Kubus mit Hilfe von Schiebeelementen verschließen. Das Informationszentrum auf dem Grundstück der früheren Meisterhaushälfte Moholy-Nagy besteht aus zwei ineinander verschränkten Kuben, welche im Erdgeschoss über die ursprüngliche Verbindung der Doppelhäuser erschlossen werden. Im Gegensatz zu dem gegenüberliegenden Neubau (Direktorenhaus) ist hier das Erdgeschoss introvertiert und das Obergeschoss, durch seine große Fensterfläche, extrovertiert. Die introvertierten Bereiche der beiden Kuben bestehen äußerlich jeweils aus Betonelementen, welche in mehreren Graustufen durch Siebdruck abgedunkelt sind. Die extrovertierten Bereiche werden durch Glasflächen materialisiert, welche durch ihre Reflektion die Umgebung wiedergeben. Im Inneren des Erdgeschosses (Direktorenhaus) befinden sich partiell rot gestrichene Wände, welche bei Tag durch Öffnungen hindurch von Außen sichtbar sind, wohingegen bei Nacht die gesamte Erdgeschossfläche durchgängig weiß erscheint. Das Innenleben der Neubauten kontrastiert in seiner auflösenden Formensprache und kräftigen Farbgebung zum schlichten Äußeren. |